Robert De Niro will Luxushotel in Hamburg eröffnen

  • Geschäftlich wird der Weltstar zum Wahlhanseaten: Robert De Niro will 2025 ein Hotel im Hamburger Elbtower eröffnen.
  • Die Hansestadt war schon früher bei Hollywoodstars beliebt – auch um mal aus dem Filmtrott auszubrechen.
  • Und Robert Redford hat an der Elbe geheiratet und besucht gelegentlich Verwandtschaft.
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Hamburg. Vielleicht sagt er ja „Ich bin ein Hamburger“ bei der Eröffnung. Robert De Niro (77), Star aus zahllosen Filmklassikern („Der Pate“, „1900“, „Taxi Driver“) gibt sich die Ehre in der Hansestadt. Nicht, um einen neuen Film zu bewerben, sondern um eine Dependance der Nobu-Hospitality-Hotels zu gründen, bei denen er Miteigentümer ist. Das wurde am Mittwochmorgen bekannt. De Niros Luxusherberge zieht in den Elbtower, der bis 2025 im östlichen Teil der Hafencity entstehen soll, und der mit 245 Metern Hamburgs höchstes Haus sein wird.

Von der „großartigen Stadt Hamburg“ sprach der Weltstar in diesem Zusammenhang, wie „Bild.de“ berichtet. Und Hamburg ist ja auch ein bisschen Hollywood. War es schon immer. Wobei Geschäftliches meist weniger mit Gastronomie als mit der Bewerbung neuer Filme zu tun hatte und hat. Mit Preisverleihungen („Goldene Kamera“), dem Bewerben neuer Filme oder dem Feiern von Premieren. Die Hollywoodianer sind Gelegenheitshanseaten.

John Malkovich spazierte gern durch Hamburg

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Wie der Geschäftsführer einer Hamburger Filmagentur, der namentlich nicht genannt werden möchte, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erzählt, nahmen sich die Stars der Traumfabriken in früheren Zeiten gern ein bisschen Zeit mehr für die Elbstadt. „Heutzutage kommt der Flieger an, die Interviews werden gemacht, der Flieger geht wieder ab.“ Damals aber sei übernachtet worden, hätten die Stars vor Ort Zeit verbracht, die Stadt inspiziert.

„John Malkovich ging zwischen den Interviews gern in Hamburg spazieren, der fand es witzig, wenn die Leute glaubten, er sähe so ähnlich aus wie John Malkovich.“ Und bei der Premierenparty des Virenthrillers „Outbreak“ sei Dustin Hoffman nicht etwa auf dem Hotelzimmer verschwunden. „Sondern der hat wie verrückt im Alsterpavillon abgetanzt.“

John Cleese, legendäres Mitglied der Comedytruppe Monty Python, habe sich 1997 zur Premiere der Hollywoodkomödie „Fierce Creatures“ die Stadt zeigen lassen. „Wahnsinnig gebildet und bildungshungrig. Mit Cleese bin ich durch die moderne Abteilung der Kunsthalle gezogen“, erinnert sich der PR-Mann. „Und dann waren wir – passend zum Filmthema Tiere – auch noch zu zweit bei Hagenbeck.“

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Wahlhanseat Robert Redford hat in St. Katharinen geheiratet

Robert Redford ist jedes Jahr mal in der Stadt – privat, auf Verwandtschaftsbesuch. Er hat in der Hauptkirche Sankt Katherinen 2009 die Künstlerin Sibylle Szaggars geheiratet – eine gebürtige Hamburgerin. Die Deutschkenntnisse des Stars aus „Butch Cassidy & The Sundance Kid“ und „Die Unbestechlichen“ und vielen anderen Meisterwerken des Kinos beschränken sich zwar weiterhin auf höfliche Grußformeln und eine akkurate Bierbestellung.

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Aber er lerne durch Zuhören, wenn seine Frau telefoniert. „Hamburg mag ich besonders gern wegen des ganzen Wassers“, sagte er 2016 in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Keine Ahnung habe er gehabt, „dass es in Hamburg mehr Brücken gibt als in Venedig“.

Esposito fuhr weiter nach Lübeck, Hoffman nach Celle

Für manche ist Hamburg auch die Brücke zu noch mehr Norden. „Mit ‚Breaking-Bad‘-Star Giancarlo Esposito saßen wir im Portugiesenviertel in Hamburg“, erzählt der Hamburger Agenturchef, „und als der Oldtimer-Fan Esposito hörte, dass ich ein 68er Alfa-Romeo-Bertone-Coupé fuhr, mussten wir unbedingt eine Spritztour machen.“ Esposito, derzeit als Bösewicht in der „Star Wars“-Serie „The Mandalorian“ unterwegs, ließ sich nach Lübeck fahren. „Er hat sich die ganze Stadt angeguckt und war total begeistert vom Holstentor und allem.“ Und Dustin Hoffman zog von Hamburg aus mit Kind und Kegel in die niedersächsische Provinz – um sich die Innenstadt von Celle anzusehen und im Ratskeller einzukehren. „Er hatte von den Fachwerkhäusern gehört. Die hatten es ihm angetan.“

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De Niro mag es architekturbezogen etwas futuristischer. Sein Hotel im Elbtower soll laut „Bild.de“ über 191 Zimmer und Suiten verfügen, dazu über ein Restaurant mit 200 Plätzen. Gekocht werden soll dort nach den Vorgaben der japanisch-peruanischen Fusionsküche von Starkoch Nobu Matsuhisa, dem Mitbegründer der Hotelkette.

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