Richard Lugner droht das Aus beim Wiener Opernball

  • Richard Lugner würde 2021 zum 30. Mal in seiner Loge den Wiener Opernball feiern.
  • Doch der neue Staatsoperndirektor hat eine andere Vision von der Veranstaltung.
  • Er möchte nicht, dass die Menschen Lugner für den Veranstalter halten.
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Der Wiener Opernball ohne den Kult-Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner (87)? Für viele undenkbar! Doch ausgerechnet der neue Staatsoperndirektor Bogdan Roscic (geb. 1964) strebt nach einer Veränderung.

Vor allem möchte er nicht mehr, dass man denken könnte, der Ball werde von Lugner organisiert. "Der 'Bild'-Leser soll nicht länger glauben, dass der Opernball eine von ihm veranstaltete Show mit gemieteten Gästen ist", wird er von österreichischen Medien zitiert. Die Einlasskarten sollen künftig ebenfalls bevorzugt an jene gehen, "die uns das ganze Jahr über unterstützen. Auch im Bereich der Jugendförderung", so Roscic.

Wird es kein 30. Jubiläum für Lugner geben?

Diese Hiobsbotschaft kommt für den Stammgast zu einer denkbar ungünstigen Zeit, denn ausgerechnet im kommenden Jahr würde er sein persönliches 30-jähriges Logen-Jubiläum feiern - und das wohl mit einem ganz besonderen Gast. "Ich verhandle mit einem wirklich tollen Gast, für den ich tief in die Tasche greifen würde - und der auch Herrn Roscic gefallen würde", sagte Lugner laut "ORF".

Generell fühlt sich Lugner durch die Zukunftspläne des neuen Operndirektors schlecht behandelt. "Als Stammgast, der 30 Jahre lang in guten und in schlechten Zeiten brav seine Loge gezahlt und mit seinen Gästen für weltweite Aufmerksamkeit für Wien und den Opernball gesorgt hat, halte ich das für eine fragliche Lösung", so der Wiener.

Lugner lädt jedes Jahr Promigäste ein

Richard Lugner lud in den vergangenen 30 Jahren eine illustre Gästeschar in seine Loge ein. Darunter zuletzt Ornella Muti, Elle Macpherson, Kim Kardashian West, Harry Belafonte, Sophia Loren, Jacqueline Bisset, Nadja abd el Farrag und viele mehr. Um seinen letzten Gast gab es einigen Wirbel - Lindsey Vonn sagte ihm nach einer Zusage wieder ab. Ein Grund dafür könnte sein, dass er ein Nacktfoto von ihr präsentiert hatte. Lugner kam dann mit Muti zum Ball.

RND/ili/spot

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