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„Donnarumma hypnotisiert Wembley“: Italienische Presse reagiert euphorisch, Prinz William tröstet Engländer

  • Italien ist Europameister – und England trauert über seine Niederlage.
  • In den sozialen Netzwerken haben sich zahlreiche Prominente sowie Politikerinnen und Politiker geäußert.
  • Ein Überblick der Reaktionen.
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London. Italien ist Europameister – zum zweiten Mal nach 1968. Vor 65.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Wembley-Stadion feierte das Team seinen 4:3-Sieg nach Elfmeterschießen. Auch zahlreiche Prominente freuten sich mit den Italienern über ihren Sieg – oder zeigten ihre bittere Enttäuschung.

Prinz William beispielsweise meldete sich bei Twitter zu Wort und schrieb: „Herzzerreißend. Gratulation Azzurri zu einem großartigen Sieg. England, ihr seid alle so weit gekommen, aber leider war diesmal nicht unser Tag. Ihr könnt eure Köpfe erhoben halten und so stolz auf euch sein. Ich weiß, da kommt noch mehr.“

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William hatte zuvor auch das englische Team in der Kabine besucht. „Er war in der Kabine und hat ihnen gedankt für ihren Einsatz“, sagte Trainer Gareth Southgate. Er berichtete von Niedergeschlagenheit und einer „sehr ruhigen“ Atmosphäre in der Umkleide des Wembley-Stadions. „Sie können sich vorstellen, wie es dort aussieht“, so der 50-Jährige.

„Außergewöhnlicher Teamgeist“

Englands Fußball-Legende Gary Lineker schrieb in den sozialen Netzwerken: „Das ist nicht das Ende für dieses junge englische Team, es ist erst der Anfang.“ Der ehemalige italienische Fußballstar und heutige Trainer Andrea Pirlo schrieb auf Instagram: „Europameister ... tolle Jungs ... herzlichen Glückwunsch an alle ... Der Titel ist endlich wieder in Italien.“

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Der britische Premierminister Boris Johnson gratulierte der englischen Fußball-Nationalmannschaft trotz der Niederlage im EM-Finale. „Das war ein herzzerreißendes Ergebnis am Ende der EM“, schrieb er am späten Sonntagabend bei Twitter. Sie hätten dennoch „wie Helden gespielt“, schrieb der konservative Regierungschef und lobte: „Sie haben die Nation stolz gemacht und verdienen große Anerkennung.“

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Auch der italienische Premier Mario Draghi gratulierte den Azzurri. „Die Azzurri, angeführt von Trainer Roberto Mancini, haben einen außergewöhnlichen Teamgeist gezeigt und mit großer Persönlichkeit gespielt. Die Trophäe kehrt nach mehr als 50 Jahren nach Italien zurück“, kommentierte Draghi per Twitter.

„Fußball ist manchmal ein grausames Spiel“

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil fühlt nach der Niederlage im EM-Finale gegen Italien mit Englands Profis. „So knapp! Kopf hoch, England“, schrieb der langjährige Spieler des FC Arsenal in der Nacht zu Montag auf Twitter. Er fühle mit ihnen und lobte die Mannschaft für ein „unglaubliches Turnier“. „Die Zukunft scheint hell für diese Mannschaft“, meinte Özil und gratulierte Italien zum Sieg im Elfmeterschießen im Wembley-Stadion.

„Fußball ist manchmal ein grausames, grausames Spiel. Diese Jungs haben einen Monat lang heroische Leistungen gezeigt, es ist eine Schande, dass es zu einer solchen Situation kommen muss“, sagte der ehemalige englische Stürmer und heutige Experte Alan Shearer in der BBC. „Sie haben uns eine Freude bereitet, die meine Generation und darunter definitiv noch nie beim Zuschauen einer englischen Mannschaft empfunden hat“, sagte der frühere Verteidiger Rio Ferdinand.

„Realität ist süßer als die Träume“

Auch die Medien nahmen den EM-Sieg der Italiener euphorisch auf: „Die Three Lions wurden gezähmt, wir haben sie in Welpen verwandelt“, schrieb die italienische Zeitung „Gazzetta dello Sport“. Und weiter: „Italien, wir lieben dich wie verrückt: Wir sind Europameister. Football is coming home. Das können wir singen oder sogar schreien, ohne Majestätsbeleidigung zu riskieren. Weil der Fußball auch in Italien zu Hause ist, einem wunderschönen azurblauen Haus. Wir sind auf dem Dach Europas.“

Die italienische Sportzeitung „Tuttosport“ titelte „Die Realität ist noch süßer als die Träume. Das Dunkel von 2018 ohne WM und ohne Hoffnung ist eine weit entfernte Erinnerung: Die Nationalmannschaft blüht in Wembley wieder auf.“ Die Zeitung „Il Messaggero“ schrieb: „Italien ist Europameister, England im Elfmeterschießen besiegt. Donnarumma hypnotisiert Wembley, der Pokal gehört uns.“

Die britische „Daily Star“ schrieb: „Nicht schon wieder! Ein mutiges England verliert im herzzerreißenden EM-Finale im Elfmeterschießen gegen Italien.“ Im „Mirror“ hieß es: „Englands zerbrochener Traum. Unerträgliche Schmerzen – die heldenhaften Three Lions verlieren im Elfmeterschießen.“ Und die „Daily Mail“ schrieb: „Das Land in Tränen nach dem nächsten Strafstoß-Fiasko“.

RND/msc/dpa

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