Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Auswertung verschlüsselter Chats

Geplanter Drogenhandel: Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Rapper Kontra K

Gegen den erfolgreichen Rapper Kontra K wird ermittelt (Archivbild).

Gegen den erfolgreichen Rapper Kontra K wird ermittelt (Archivbild).

Berlin. Rapper Kontra K (35) gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Popstars. In der Öffentlichkeit setzt der Musiker und Kampfsportler in der Vermarktung unter anderem auf sein „Gangster-Image“. Möglicherweise steckt dahinter jedoch mehr als ein Image. Laut einer exklusiven NDR-Recherche, veröffentlicht auf „Tagesschau.de“, ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen den Rapper, der mit bürgerlichem Namen Maximilian Diehn heißt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Grund: Er soll geplant haben, mit Drogen in nicht geringer Menge zu handeln. Dies habe eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft laut NDR auf Anfrage bestätigt. Diehn soll dabei zur Kommunikation ein Handy der Marke Encrochat benutzt haben. In den vergangenen Jahren waren Handys sowie der verschlüsselte Kommunikations­dienst des Anbieters bei Kriminellen zur Absprache und Planung äußerst beliebt.

Verschlüsselte Chats wurden Kriminellen zum Verhängnis

Im Jahr 2020 knackte die französische Polizei jedoch die Infrastruktur von Encrochat und schöpfte einige Monate Millionen geheimer Daten ab. Das Material teilten die Franzosen anschließend mit Polizeibehörden in zahlreichen Ländern – darunter auch das deutsche Bundes­kriminalamt (BKA). Bundesweit sitzen seitdem Polizistinnen und Polizisten und Staatsanwälte und ‑anwältinnen an der Auswertung der Daten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Durch die geknackte Handy­kommunikation von Encrochat und weiteren Anbietern wie Skyecc konnten die Beamtinnen und Beamten in ganz Deutschland laut NDR-Bericht bislang rund 4500 Tatverdächtige ermitteln. 1900 Haftbefehle seien in dem Zusammenhang erlassen worden. Zudem wurden demnach bislang 670 Urteile verhängt sowie 38 Tonnen Drogen und 610 Millionen Euro beschlagnahmt.

Teilweise führten die Ermittlungen zu bereits hinreichend bekannten Kriminellen. Jedoch stießen die Behörden offenbar auch auf bislang unbekannte Spuren. Eine davon führte offenbar zu Maximilian Diehn alias Kontra K.

Rapper wollte 100 Kilo Cannabis nach Deutschland einführen

Laut der exklusiven NDR-Recherche gehen die Berliner LKA-Ermittlerinnen und ‑ermittler folgendem Verdacht gegen ihn nach: Im Frühjahr 2020 soll der Rapper versucht haben, 100 Kilogramm Cannabis nach Deutschland einzuführen und dann gewinnbringend zu verkaufen. Die Drogen hätten demnach einen Wert von mehreren Hunderttausend Euro gehabt. Außerdem habe die Polizei Chatverläufe sichergestellt, in denen Diehn mit einem Bekannten über einen möglichen Überfall auf einen deutschen Musikmanager geschrieben haben soll.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Diehn und sein Management hätten eine NDR-Anfrage zu den Ermittlungen bislang nicht beantwortet, berichtet „Tagesschau.de“. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.

Kontra K veröffentlichte seit 2016 jedes Jahr ein Nummer-eins-Album. Auch sein aktuelles Album „Für den Himmel durch die Hölle“ setzte sich wieder an die Spitze der deutschen Album-Charts. Die aktuelle Tournee soll nächste Woche beginnen.

RND/lin

Mehr aus Promis

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken