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Rammstein-Keyboarder hält Wiedervereinigung für eine „Sauerei“

  • Für Rammstein-Keyboarder Christian Lorenz hat der vermeintlich anhaltende Groll der Bevölkerung in Ostdeutschland einen Grund.
  • In einem Interview spricht der Musiker von einer misslungenen Wiedervereinigung.
  • „Im Großen und Ganzen war die Wiedervereinigung in dieser Form eine Sauerei“, sagt er.
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Berlin. Aus Sicht von Rammstein-Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz (53) ist nach der deutschen Wiedervereinigung viel schiefgegangen. „Wir wurden als unnützes Land angegliedert, ganze Biografien für wertlos erklärt, Firmen geschlossen, damit sich die Westfirmen breitmachen konnten“, sagte er im Interview der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“. „Wir sind so sehr zurückgesetzt worden, dass sich ein Groll und eine Enttäuschung aufgebaut haben, die bis jetzt anhalten. Im Großen und Ganzen war die Wiedervereinigung in dieser Form eine Sauerei.“

Christian „Flake“ Lorenz machte in der DDR eine Lehre als Werkzeugmacher und ist seit 1994 Mitglied der Band Rammstein, die ab 25. Mai auf „Europa Stadion Tour“ geht und ab 20. August ihre erste Stadiontour in Nordamerika startet. 2015 brachte „Flake“ mit „Der Tastenficker“ seinen ersten Roman heraus, 2017 folgte sein zweites Buch.

RND/dpa

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