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Psychologe warnt: Wendler-Fans könnten radikalisiert werden

  • Von prominenten Verschwörungsideologen wie Michael Wendler geht laut dem Psychologen Alexander Waschkau eine Gefahr für die Demokratie aus.
  • Promis könnten ihren Status nutzen, um über bestimmte Messengerdienste ihre Fans zu radikalisieren.
  • Waschkau warnt außerdem vor Attila Hildmann als demokratiefeindlichem Influencer.
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Der Psychologe, Publizist und Experte für Verschwörungsmythen, Alexander Waschkau, warnt vor einer steigenden Gefahr durch prominente Verschwörungsideologen. Zu den Äußerungen von Schlagerstar Michael Wendler über die Corona-Politik und angeblich gleichgeschalteten Medien sagte Waschkau zum Nachrichtenportal “Watson”: “Wenn jetzt noch mehr Prominente, die eine Fangemeinde haben, in diese Ideologie abrutschen, dann besteht die Möglichkeit, dass immer mehr Menschen an den Grundwerten der Demokratie zweifeln. Das ist eine echte Gefahr. Und im Moment schauen wir da alle, inklusive Regierung und Sicherheitsbehörden, tatenlos zu.”

Entsprechende Kanäle von prominenten Verschwörungsideologen beim Messengerdienst Telegram haben, wie bei Michael Wendler, mehrere Zehntausend Abonnenten. “Über diese Kanäle werden Nachrichten verbreitet. Und die sind dazu geeignet, Menschen zu radikalisieren”, sagte Waschkau. Vor allem unentschlossene, unsichere, psychisch instabile Menschen, denen es gerade schlecht gehe, seien gefährdet.

“Hildmann ist zu einem demokratiefeindlichen Influencer geworden”

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Diese Gruppen seien Echokammern Gleichgesinnter. “Mit Herrn Wendler macht ein weiterer Mensch, offenbar angeleitet von Attila Hildmann, eine solche Echokammer auf. Und weitere Menschen, die Herrn Wendler toll fanden, gucken sich das an und könnten radikalisiert werden”, sagte Waschkau.

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Der Vegankoch und Verschwörungsmythiker Attila Hildmann hat laut eigenen Angaben vor Wendlers Aussagen Kontakt mit ihm gehabt und mit ihm telefoniert. Waschkau sagte dazu: “Wir müssen uns klarmachen: Attila Hildmann ist zu einem demokratiefeindlichen Influencer geworden. Er rüttelt mit seinen Worten an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung – und zwar sehr laut. Und man lässt das auch geschehen. Bei der Corona-Demo Ende August in Berlin haben wir erlebt, dass Menschen zumindest kurz davor standen, den Bundestag zu stürmen. Personen wie Hildmann können das beschleunigen.”

RND/ak

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