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Missbrauchs­prozess um R. Kelly: Zeugin gibt Beziehungsdetails preis

Am zweiten Tag des Missbrauchsprozesses gegen R. Kelly (54, „I Believe I Can Fly“) hat ein mutmaßliches Opfer Details seiner Beziehung mit dem früheren Pop-Superstar erläutert (Archivbild).

New York. Am zweiten Tag des Missbrauchsprozesses gegen R. Kelly (54, “The World’s Greatest”) hat ein mutmaßliches Opfer Details seines Verhältnisses zu dem früheren Pop-Superstar erläutert. Die Frau hatte ihren Angaben zufolge im Jahr 2009 für ein halbes Jahr eine Beziehung mit dem Musiker. Sie sei erst 14 Jahre alt gewesen, als sie ihn kennenlernte und 16 Jahre alt, als sie zum ersten Mal Sex hatten.

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“Er wollte von mir, dass ich einen Pferdeschwanz trage und mich wie eine Pfadfinderin verkleide”, sagte die Zeugin laut US-Medien am Donnerstag vor Gericht in New York. Außerdem soll er den Sex mit ihr gefilmt haben. Ankläger hatten zuvor ausgeführt, dass Kelly so versucht haben soll, zusätzlichen Druck auf seine Opfer auszuüben.

Bereits am Mittwoch hatte die heute 28-Jährige laut “New York Times” erklärt, dass Kelly sie bewusstlos geschlagen habe, weil sie bei einem ihrer Besuche in Kellys Zuhause gegen dessen strikte Regeln verstoßen habe. Sie hatte ausgesagt, Kelly kurz vor ihrem 15. Geburtstag bei einem Gerichtsprozess in Chicago kennengelernt zu haben, den sie damals als Fan immer wieder besucht hatte und an dessen Rande sie mit dem Sänger ins Gespräch kam. Damals musste er sich wegen des Besitzes von Bildern schweren sexuellen Kindesmissbrauchs verantworten, wurde aber freigesprochen.

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Kellys Verteidigung beschreibt Zeugin als Lügnerin und Stalkerin

Ein Jahr später habe er sie dann laut ihrer Aussage zu sich eingeladen, berichtete “Vulture” aus dem Prozess. Dabei habe sie mit ihm oralen Sex gehabt, sich aber hinterher unwohl gefühlt und erklärt, erst 16 Jahre alt zu sein. Kelly soll ihr gesagt haben, sie solle sich als 19-Jährige ausgeben.

Kelly werden dieses Mal vor dem Gericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn unter anderem die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung vorgeworfen. Der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzende Musiker hat alle Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen und seinen Kritikern eine Rufmord-Kampagne vorgeworfen.

Keine TV-Kameras im Gerichtssaal zugelassen

Kellys Verteidiger beschrieben die Frau als Lügnerin und Stalkerin. Sie habe ihm gegenüber ihr Alter mit 19 Jahren angegeben und erst später zugegeben, minderjährig zu sein, zitiert die “New York Daily News” aus dem Prozess.

Bei einer Verurteilung in allen Punkten droht dem Sänger eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärt hat. Staatsanwältin Maria Cruz Melendez hatte Kelly am Mittwoch in ihrem Auftaktplädoyer laut Medienberichten als “Predator” (wörtlich eigentlich: Raubtier) bezeichnet - ein Begriff, der in den USA häufig für Sexualstraftäter verwendet wird. Fernsehkameras sind im Gerichtssaal nicht zugelassen.

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RND/dpa

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