Prozess gegen Clanchef: Rapper Bushido als Zeuge erwartet

  • Im Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder wird am Mittwoch Rapper Bushido als Zeuge vor Gericht erwartet.
  • Er soll im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft und eingesperrt worden sein.
  • Die Männer schweigen bislang zu den Vorwürfen.
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Berlin. Der Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder wegen mutmaßlicher Straftaten gegen den Rapper Bushido wird am Mittwoch (10.30 Uhr) am Landgericht Berlin fortgesetzt. Es wird damit gerechnet, dass die Zeugenbefragung des Musikers beginnt. Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, ist bislang umringt von Personenschützern mit Sturmhauben in den Gerichtssaal gebracht worden. Er ist in dem Verfahren um versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue auch Nebenkläger.

Männer schweigen zu den Vorwürfen

Bushido und der 44-jährige Arafat A.-Ch., Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, waren über Jahre hinweg Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem Bushido 2017 die geschäftlichen Beziehungen aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Der Rapper sei im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden. Die Brüder im Alter von 39, 42 und 49 sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Die Männer schweigen zu den Vorwürfen.

RND/dpa

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