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Prozess gegen Clanchef: Befragung von Rapper Bushido geplatzt

  • Eigentlich sollte im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder am Montag der Rapper Bushido aussagen.
  • Doch daraus wird erst einmal nichts, der Termin ist abgesagt.
  • Als Grund nennt das Berliner Gericht einen Krankheitsfall.
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Berlin. Im Berliner Prozess gegen einen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido fällt der Verhandlungstag am Montag aus. Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts am Freitag mit. Vorgesehen war, an dem Tag den Musiker als Zeugen zu befragen. Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, ist in dem Verfahren auch Nebenkläger. Als Grund für den Ausfall nannte das Gericht einen Krankheitsfall, jedoch keine Einzelheiten.

Clanchef Arafat Abou-Chaker (44) werden versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue vorgeworfen. Die Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt.

Arafat Abou-Chaker wollte eine Million Euro von Bushido

Bushido und der Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie waren über Jahre Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem „Sprachgesangskünstler“ Bushido 2017 die geschäftlichen Beziehungen aufgelöst habe. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

RND/dpa

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