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Prinzessin Märtha Louise: Morddrohungen wegen schwarzen Partners

  • Die norwegische Prinzessin Märtha Louise ist mit einem schwarzen Mann zusammen.
  • Seither erlebt sie, schreibt sie nun auf Instagram, was Rassismus wirklich bedeutet, “ich habe einen Crashkurs bekommen”.
  • Selbst Freunde würden wegen Vorurteilen schlecht über ihren Partner reden.
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Oslo. Ihre weiße Vormachtstellung und ihr bewusstes und unbewusstes Denken über schwarze Menschen ist der norwegischen Prinzessin Märtha Louise erst klar geworden, als sie ihren schwarzen Partner kennengelernt habe. “Die Freundin von Durek Verrett zu sein hat mir einen Crashkurs gegeben”, schreibt sie in einem langen Instagram-Beitrag. Erst dadurch habe sie auch ihr eigenes Handeln hinterfragt.

“Ich habe meine Rechte immer als selbstverständlich betrachtet.” Sie sei nicht stolz darauf, dass sie Rassismus vorher nie gesehen habe, “aber mir ist klar, dass ich hineinwachsen muss, dieses tief verwurzelte System zu verstehen, um am Abbau des Systems mitzuwirken.” Sie als Weiße müsse wachsen, sich bilden und besser werden, um von jemandem, der gegen Rassismus ist, zu einem Antirassisten zu werden.

Rassismus sie auch die Art und Weise, wie Menschen vor ihrem Partner zurückschrecken

Rassismus sei nicht die offensichtliche Diskrimierung, Misshandlung und Tötung von Schwarzen, sondern auch Details, von denen sie nicht gewusst habe, dass sie existieren. “Es ist die Art und Weise, wie Menschen vor Durek zurückschrecken”, sagt sie, “die Art, wie Freunde annehmen, dass er über alles lüge, dass er böse ist, weil er freundlich ist.” Ihre Freunde hätten ihrem Lebensgefährten, der als Schamane arbeitet, gezeigt, dass er keinen natürlichen Platz am Tisch habe. Sie habe oft gehört, wie sie es wagen könnte, ihn anzufassen – und dass er sie nicht liebe, sondern manipuliere und sie finanziell ausbeute.

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Auch der Presse wirft die norwegische Prinzessin Rassismus vor: “Sie stellt ihn als Lügner dar, der gewalttätig und eine Bedrohung für meine Familie und mich ist”, sagt sie. Geschichten über ihren Partner würden ohne gewissenhafte Überprüfung der Fakten übernommen, weil sie in das Bild passten, das die Menschen von ihm als Schwarzen hätten. Diese Berichterstattung hat auch in der Gesellschaft für Aufsehen gesorgt. “Wir haben beide Morddrohungen erhalten, weil wir zusammen sind, und wöchentlich wurde uns gesagt, dass wir unser Volk und unsere Familien beschämen, weil wir uns füreinander entschieden haben.”

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Liebeserklärung an ihren Schamanen

Doch nicht nur den Rassismus, dem Durek Verrett im Alltag immer wieder ausgesetzt ist, thematisiert Märtha Louise. Sie nimmt den Post auch als Anlass für eine wunderschöne Liebeserklärung: “Ich liebe es, wie er Raum für mich als Frau hält, auf meine Worte hört und sich für mich und meine Mädchen einsetzt. Ich liebe es, wie er seine Klugheit mit der Welt teilt, wie er inspiriert, wie er Veränderungen schafft”, schreibt sie. Märtha Louise hat aus ihrer Ehe mit dem verstorbenen Ari Behn drei Töchter.

Bisher habe sie nie über den Rassismus gesprochen, der ihrem Freund, der Norweger ist, widerfahre, schreibt sie weiter. “Und ich sehe jetzt, dass dies Teil des Problems ist. Ich habe nicht die Maßnahmen ergriffen, die ich hätte ergreifen sollen.” Aus der Bewegung, die der Tod des Afroamerikaners George Floyd ausgelöst habe, lerne sie. “Wir sind eine menschliche Familie, eine menschliche Rasse. Ich werde nicht länger schweigen”, endete ihr Beitrag.

RND/msk

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