• Startseite
  • Promis
  • Prinz Philip nicht erst durch „The Crown“ beliebt: Wie war der Duke of Edinburgh wirklich?

Fiktion oder Realität? Prinz Philips Rolle in „The Crown“

  • Er war einer der beliebtesten Vertreter der britischen Royals.
  • Und auch in der Netflix-Serie „The Crown“ hat sich Prinz Philip als distanzierter, aber netter Familienvater in die Herzen der Zuschauer gespielt.
  • Wie viel des realen Duke of Edinburgh steckt in der Fernsehserie?
|
Anzeige
Anzeige

Gelungener konnte ein Auftakt kaum sein: Matt Smith als junger Prinz Philip und Claire Foy als Elizabeth II. waren in der ersten Staffel der Netflix-Serie „The Crown“ sofort die Stars. Die ersten Begegnungen des jungen Paares, die fulminante Hochzeit in Westminster Abbey, wunderbar in Szene gesetzt von perfekt gecasteten Schauspielern – das legte zumindest einen kleinen Grundstein des Erfolges der Serie, die nun bereits in ihrer vierten Staffel angelangt ist.

Die frühen Folgen der Serie „The Crown“: Matt Smith und Claire Foy 2016 als junges Paar. © Quelle: imago images/Everett Collection

Hier Prinz Philip, der hochgewachsene, sportliche, gut aussehende Soldat; dort die junge Thronfolgerin, die mit ihren Auftritten schon in jungen Jahren Sympathiepunkte unter den Briten sammelte. So ganz weit weg von der Realität wirken diese Szenen nicht. Der Prinz von Griechenland und Dänemark, so sein ursprünglicher Titel, war mit seinen 1,83 Metern und seiner sportlichen Ausbildung beim Militär in jungen Jahren geradezu ein Frauenschwarm. Nicht nur im Fernsehen.

Anzeige

Der supercoole Prinz

Vor allem in den späteren Folgen zeichnet „The Crown“ das Bild vom supercoolen Philip: Tobias Menzies übernahm die Rolle ab der dritten Staffel und kehrte seine konservative Seite hervor: Stets korrekt im Verhalten, mitunter erschreckend ehrlich, unfassbar traditionsverhaftet und gern mit spitzer Zunge. Wer sich die schier unendliche Liste der verbalen Verfehlungen des realen Prinz Philip anschaut, wird einige Parallelen erkennen. Den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl etwa begrüßte der Duke of Edinburgh 1997 als „Reichskanzler“, einen britischen Studenten, der Papua-Neuguinea zu Fuß durchquert hatte, fragte er 1998: „Sie sind also nicht gegessen worden?“

Video
Tod von Prinz Philip versetzt Großbritannien in Trauer: "Niemand kennt die Queen ohne ihn"
5:48 min
Prinz Philip ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Im Video spricht Korrespondentin Katrin Pribyl über den Tod des Ehemanns von Queen Elizabeth II.  © RND
Anzeige

Der Familienvater, der seinen Sohn Charles gegen dessen Willen auf dem Internat hält, der dessen spätere Ehefrau Diana bei einem Jagdspaziergang in die Mangel nimmt, der zu seiner Frau, der Königin hält, auch wenn die Vernunft anderes erwarten lassen würde – die Charakterisierung des Philips aus „The Crown“ deckt sich mit vielen Berichten aus dem Inneren des Königshauses, selbst wenn Details in der Serie immer wieder der Fiktion entstammen. Ob die Darstellung wirklich der Realität entspricht, kann allenfalls gemutmaßt werden – die Windsors geben aus Tradition kaum Einblicke in ihr Privatleben. Vieles, das überliefert ist, entstammt Berichten früheren Personals oder Erzählungen weit entfernter Verwandter.

Anzeige

Hat Prinz Philip „The Crown“ gesehen?

Philip-Schauspieler Matt Smith schilderte ein indirektes Feedback aus dem Palast 2017 in der ABC-Late-Night-Show „Jimmy Kimmel“. Ein Freund von ihm habe Prinz Philip bei einem Dinner getroffen, erzählte er in der Sendung. Der Duke of Edinburgh habe diesen gefragt: „Oh, haben Sie etwas mit dieser Sendung ‚The Crown‘ zu tun?“ Nachdem er wahrheitsgemäß verneinte, habe der Freund Philip gefragt: „Schauen Sie die Sendung denn an?“ Philip reagierte prompt: „Machen Sie sich doch nicht lächerlich.“

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen