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  • Prinz Ernst August von Hannover: Zehn Monate Haft auf Bewährung - er schimpft über „unmögliches“ Urteil

Zehn Monate auf Bewährung: Prinz Ernst August schimpft über „unmögliches“ Urteil

  • Welfenprinz Ernst August von Hannover musste sich am Dienstag vor dem Landesgericht Wels in Österreich verantworten.
  • Ihm wurde unter anderem Widerstand gegen die Staatsgewalt, schwere Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen.
  • Jetzt gibt es ein Urteil.
0:53 min
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Welfenprinz im Zustand voller Berauschung unter anderem Polizisten attackiert und ein auf seinem Anwesen tätiges Verwalter-Ehepaar massiv bedroht hat. In Österreich sind Adelstitel verboten. Also sprach die Richterin den Prinzen mit „Herr Hannover“ an. Der Prozess begann mit einer Entschuldigung, es folgten Vorwürfe und am Ende ein entsetztes „unmöglich“.  © dpa
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Wels. Welfenprinz Ernst August von Hannover ist vom Landgericht Wels in Österreich zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 67-Jährige im Zustand voller Berauschung unter anderem Polizisten attackiert und ein auf seinem Anwesen tätiges Verwalterehepaar massiv bedroht hat. Deshalb erteilte die Richterin auch die Weisung, dass Ernst August zumindest in den nächsten drei Jahren nicht an seinem bisherigen Wohnsitz im oberösterreichischen Almtal leben darf. „Unmöglich“, „undenkbar“, reagierte Ernst August auf diesen Teil des Urteils entsetzt. Er lebe dort seit 50 Jahren. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verteidigung und Staatsanwaltschaft gaben zunächst keine Erklärungen ab.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, sich durch Alkohol und Medikamente in einen Zustand voller Berauschung gebracht zu haben. In dieser Verfassung habe er im vergangenen Jahr gleich mehrfach Menschen und Polizeibeamte bedroht und teilweise angegriffen. Diese Delikte gelten als Widerstand gegen die Staatsgewalt, schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung und Nötigung.

Ernst August hatte sich zum Auftakt seines Prozesses entschuldigt. „Ich übernehme die Verantwortung, bedauere das Geschehene außerordentlich und bin bereit, für die Schäden aufzukommen“, sagte der 67-Jährige. Zugleich bekannte er sich nicht schuldig.

RND/dpa

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