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Pink-Floyd-Mitbegründer

„Das war ein abscheulicher Angriffskrieg“: Roger Waters überrascht mit offenem Brief an Putin

Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters hat einen offenen Brief an den russischen Präsidenten Putin geschrieben (Archivbild).

Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters hat einen offenen Brief an den russischen Präsidenten Putin geschrieben (Archivbild).

Wenn es um Kommentierungen des Weltgeschehens geht, gehört Roger Waters zu den kontroversesten Stimmen aus der Rockmusik. Vor Monaten sorgte das Gründungsmitglied von Pink Floyd für besonders große Empörung, als es öffentlich Verständnis für Wladimir Putin und seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine bekundete. Zuletzt wurden Konzerttermine in der polnischen Stadt Krakau gestrichen - offenbar aus Protest gegen die Haltung des 76-jährigen Musikers. Der überraschte nun in den sozialen Medien mit einer neuen Wortmeldung - einem kritischen offenen Brief, diesmal an Präsident Putin.

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„Ich weiß, ich weiß, die USA und die NATO marschieren im Handumdrehen oder für ein paar Barrel Öl in andere souveräne Länder ein, aber das bedeutet nicht, dass Sie das auch tun sollten“, heißt es in dem bei Facebook geteilten Schreiben. „Ihre Invasion in der Ukraine hat mich völlig überrascht, das war ein abscheulicher Angriffskrieg, provoziert oder nicht“, übte Waters deutliche Kritik.

Den russischen Machthaber rief der Brite auf, die kolportierten imperialen Ansprüche öffentlich zurückzuziehen: „Wenn Sie aus sich herauskommen und sagen würden: ‚Auch die Russische Föderation hat keine weiteren territorialen Interessen als die Sicherheit der russischsprachigen Bevölkerung der Krim, Donezk und Luhansk.‘ Das würde auch helfen. Ich sage das, weil ich einige Leute kenne, die denken, Sie wollten ganz Europa überrennen, angefangen mit Polen und den restlichen baltischen Staaten“, schreibt der Musiker.

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Roger Waters hat Sorge vor einem großen Krieg: „Ich habe Kinder und Enkel“

Sollte Putin jedoch tatsächlich beabsichtigen, europäisches Territorium über den Süden und Osten der Ukraine hinaus unter seinen Einflussbereich zu bringen, so könne Waters dem nur entgegnen: „Ja, sprengen Sie sich einfach gegenseitig und die Welt in Stücke.

Das Problem ist, ich habe Kinder und Enkel, und so geht es den meisten meiner Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt, und keiner von uns würde sich über dieses Ergebnis freuen.“ Außerdem forderte er eine Antwort beziehungsweise Zustimmung seiner Thesen.

In der Kommentarspalte ging eine große Diskussion los. „Wenn Sie denken, dass Ihre Nachsicht gegenüber Putins Aggression und seiner äußerst kritischen Haltung gegenüber der Ukraine (ganz zu schweigen von der Missachtung ihres Rechts auf Selbstbestimmung) nicht klar ist, müssen Sie überaus naiv sein“, schreibt ein User. Andere fragen, „wie man so alt und so naiv“ sein könne. Es gibt jedoch auch Zustimmung: „Vernünftiger Typ in diesem Echo von Krieg und Hass-Unsinn.“

Anfang August hatte Roger Waters in einem Interview mit US-Moderator Michael Smerconish kundgetan, Joe Biden würde „das Feuer in der Ukraine“ schüren. „Das ist ein großes Verbrechen“, erklärte der Musiker damals.

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Zudem behauptete Waters, der Krieg wäre „morgen beendet“, wenn der US-Präsident es nur zulassen würde. Aussagen, die auch im Kreml wahrgenommen wurden. Dmitrij Medwedew, der ehemalige Präsident Russlands, kommentierte: „Es gibt noch adäquate Leute im Westen. Pink Floyd forever.“

RND/Teleschau

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