• Startseite
  • Promis
  • Papst Franziskus bleibt nach erfolgreicher Darmoperation vorerst im Krankenhaus

Papst bleibt nach erfolgreicher Darmoperation wohl eine Woche im Krankenhaus

  • Papst Franziskus ist erfolgreich am Darm operiert worden, heißt es am Montagmorgen in einer Mitteilung.
  • Der Vatikan knausert allerdings mit Angaben zu medizinischen Details.
  • Doch einige Kardinäle verbreiten optimistische Nachrichten.
Anzeige
Anzeige

Rom. Papst Franziskus ist bei einer Operation die Hälfte des Dickdarms entfernt worden. Der 84-Jährige habe den dreistündigen Eingriff gut überstanden, sagte Vatikansprecher Matteo Bruni am Montag. Bei der Operation unter Leitung des Chefs der Bauchchirurgie Sergio Alfieri sei am Sonntag auch der Arzt des Papstes zugegen gewesen. Dem Papst gehe es allgemein gut, er sei wach und atme selbstständig. Falls es keine Komplikationen gebe, könne er in etwa einer Woche entlassen werden.

Der Vatikan hatte die Operation als geplant bezeichnet, allerdings erst Stunden vor dem Eingriff bekannt gegeben. Der Papst litt den Angaben zufolge unter einer Divertikulitis im hinteren Teil des Dickdarms. Divertikel sind Ausstülpungen an der Muskelwand des Darms. Diese können den Darm verengen oder einschnüren und sich entzünden. Wenn die Stelle zu eng wird, kann nach Auskunft von Gastroenterologen eine Operation nötig werden.

Papst Franziskus: „Und bitte vergesst nicht, für mich zu beten“

Anzeige

Franziskus hatte Stunden vor der Operation auf dem Petersplatz für den September eine Reise nach Ungarn und in die Slowakei angekündigt. Eine bevorstehende Operation erwähnte er nicht. Er sagte zum Schluss nur: „Und bitte vergesst nicht, für mich zu beten“, was er allerdings öfters tut.

Der Vatikan nannte keine weiteren Einzelheiten zum Verlauf der Operation. Die Tageszeitung „Il Messaggero“ berichtete indessen ohne Quellenangaben von Komplikationen. Die Ärzte hätten zunächst versucht, den Papst mit einer minimalinvasiven Methode zu operieren. Bei diesem oft auch als „Schlüssellochchirurgie“ bezeichneten Vorgehen muss der Arzt keine großen Schnitte machen. Das Ärzteteam habe dann aber doch auf herkömmliche Weise operiert, schrieb „Il Messaggero“, nannte aber keine Gründe. Bei der vom Vatikan genannten Erkrankung werden nach Expertenangaben in der Regel minimalinvasive Operationsmethoden angewandt.

Anzeige

Kardinal: Dem Papst gehe es gut

Kardinal Angelo De Donatis sagte nach Angaben seines Kollegen Enrico Feroci, dem Papst gehe es gut. Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella und Ministerpräsident Mario Draghi wünschten dem Papst eine schnelle Genesung und gute Erholung.

Anzeige

Die Gemelli-Klinik hat schon mehrfach Päpste operiert, unter anderem Franziskus‘ Vorvorgänger Johannes Paul II. nach dem Attentat von 1981. Dieser wurde dort auch später immer wieder behandelt, weshalb es im zehnten Stock des Hospitals eine Extra-Suite für den Papst gibt. Johannes Paul II. nannte das Krankenhaus einmal seinen dritten Amtssitz - nach dem Vatikan und der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen