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Palina Rojinski über sexuelle Belästigung: „Jede Woche fünf bis zehn widerliche Fotos“

  • Nach einer Sendung von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf diskutiert Deutschland über sexuelle Gewalt gegen Frauen.
  • Auch TV-Stars melden sich zu Wort und sprechen über sexuelle Belästigung, vor allem in sozialen Medien.
  • "Ich bekomme in der Woche fünf bis zehn widerliche Fotos zugeschickt“, sagt die Moderatorin Palina Rojinski.
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Sexistische Sprüche und Nachrichten oder ungefragt Bilder von männlichen Geschlechtsteilen: Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) haben vergangene Woche bei ProSieben ein Schlaglicht auf sexuelle Übergriffe gegen Frauen geworfen und damit eine breite Diskussion losgetreten. "Wir sollten uns laut machen, wir müssen uns wehren“, sagte TV-Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski (35) jetzt dem MagazinBunte”. "Ich kenne das von mir oder Freundinnen, dass Frauen sich oft nicht trauen, etwas zu sagen oder zu tun, wenn ein sexueller Übergriff passiert ist.“

Sie selbst sieht sich dauernd solchen Angriffen ausgesetzt. "Auf Instagram hat mir gerade erst ein Unbekannter Fotos davon geschickt, wie er auf ausgedruckten Bildern von mir onaniert hatte. Obwohl ich damit nichts zu tun habe, geschweige denn dafür etwas kann, fühle ich mich dabei fast schlecht, das überhaupt zu erzählen.“ Es sei widerlich und ekelhaft. "Ich bekomme in der Woche fünf bis zehn widerliche Fotos zugeschickt.“

Collien Ulmen-Fernandes: “90 Prozent sind Schweinereien und ‚Dick Pics‘”

Kollegin Collien Ulmen-Fernandes (38) ist ebenfalls Opfer solcher sexueller Belästigung Belästigung. Grundsätzlich lese sie in den sozialen Netzwerken keine an sie gerichteten Nachrichten mehr. "90 Prozent sind Schweinereien und ‚Dick Pics‘ (Penis-Fotos). Jahrelang habe ich daher nur noch Nachrichten von weiblichen Absendern gelesen. Irgendwann haben auch die Männer Profile mit weiblichen Namen und Fotos angelegt. Jetzt kommen die ‚Dick Pics‘ auch von Frauen-Accounts.“ Vielleicht solle man einfach alle anzeigen, so Ulmen-Fernandes inBunte”. „Als Teenager habe ich ‚Bravo TV‘ moderiert, da habe ich das erste Mal Fotos von Geschlechtsteilen bekommen. Das erste Bild hat sich eingebrannt.“

In dem Beitrag von Joko und Klaas, der am vergangenen Mittwoch ab 20.15 Uhr auf ProSieben lief, wurden verschiedene Formen von sexueller Belästigung und Gewalt gegen Frauen thematisiert. Autorin und Journalistin Sophie Passmann führte - im Auftrag der beiden Moderatoren - durch eine fingierte Kunstausstellung, um verschiedene Facetten des Themas anzusprechen. Für die Sendung gab es viel Lob, unter anderem auch von Außenminister Heiko Maas. Allerdings gerieten die Moderatoren im Anschluss auch selbst in die Kritik - wegen eines vermeintlichen Busengrapschers in einem Beitrag aus dem Jahr 2012.

RND/seb, mit dpa

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