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Pädophilie-Vorwurf gegen Höhlen-Retter: Elon Musk vor Gericht

  • Die Rettung der Jugendlichen aus in einer Höhle in Thailand hat ein gerichtliches Nachspiel für Elon Musk.
  • Der Tech-Milliardär Elon hatte einen der Rettungstaucher bei Twitter als “pädophilen Kerl” beschimpft.
  • Jetzt kommt es zum Prozess gegen Musk.
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Tesla-Chef Elon Musk muss sich vor einem Gericht in Los Angeles wegen Beleidigung verantworten. Grund: Musk hatte einen Rettungstaucher des Höhlendramas in Thailand auf Twitter als "pedo guy", als "pädophilen Kerl", beschimpft. Daraufhin hatte der britische Taucher Vernon Unsworth eine Verleumdungsklage gegen den Milliardär eingereicht. Im Laufe dieser Woche werde Musk vor Gericht aussagen, berichtete der Sender CNN am Montag (Ortszeit). Der Prozessauftakt war für Dienstag geplant.

Während der Rettungsaktion für die thailändische Jugendfußballmannschaft, die im Juni 2018 von Wassermassen in einer Höhle eingeschlossen worden war, hatte Musk den Einsatz eines Mini-U-Boots vorgeschlagen. Das Fahrzeug wurde in kürzester Zeit bei Musks Raumfahrt-Firma SpaceX gebaut und nach Thailand gebracht. Es kam aber nicht zum Einsatz, weil es nach Angaben der Rettungsleitung nicht für die Situation passte.

Rettungstaucher hielt Musks U-Boot für einen PR-Gag

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Der 48 Jahre alte Tech-Milliardär war verärgert, nachdem Unsworth den U-Boot-Vorschlag öffentlich als PR-Gag kritisiert hatte. Der Taucher hatte hinzugefügt, Musk könne sich "sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut." Musk hatte daraufhin nicht nur die Rolle Unsworths bei der Rettungsaktion angezweifelt, sondern ihn auch ohne jegliche Belege als "pedo guy" bezeichnet. Nachdem es in den sozialen Netzwerken Reaktionen gab, wurde der Tweet gelöscht. Musk entschuldigte sich erst, fachte den Streit aber wiederholt mit weiteren Andeutungen an.

Musk versuchte erfolglos, den Prozess abzuwenden

Auch Unsworth selbst werde im Laufe des Verfahrens aussagen, schrieb CNN. In seiner Klage hatte er erklärt, Musks "falsche und verleumderische Vorwürfe" hätten ihm unter anderem emotionalen Schaden zugefügt.

Musk habe erfolglos versucht, den Prozess abzuwenden, schrieb CNN. Er habe unter anderem erklärt, der von ihm getwitterte Ausdruck sei ein übliches Schimpfwort während seiner Kindheit in Südafrika gewesen. Es handele sich nicht um einen konkreten Pädophilie-Vorwurf, sondern stehe als Begriff vielmehr für einen "unheimlichen alten Mann".

RND/dpa