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Otto Waalkes soll 176.000 Euro zahlen: Guter Freund und Ex-Manager zieht vor Gericht

  • Comedian Otto Waalkes (72) und sein ehemaliger Manager und guter Freund Hans Otto Mertens (76) streiten vor Gericht.
  • Der 76-Jährige fordert 176.142 Euro Nachzahlungen von Waalkes.
  • Der Komiker behauptet, es habe eine klare Vereinbarung gegeben, Mertens sagt das Gegenteil.
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Hamburg. Comedian Otto Waalkes und sein ehemaliger Manager Hans Otto Mertens haben lange und vor allem freundschaftlich zusammengearbeitet. Mertens gilt als Entdecker der deutschen Comedyikone. 2017 endete die Zusammenarbeit der beiden Kumpels. Mertens zog sich aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Nun wird die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe gestellt. Mertens zog gegen seinen ehemaligen Schützling vor Gericht. Es geht um rund 176.000 Euro Managementvergütung, die Waalkes seinem Ex-Manager noch schulde, bestätigt Dr. Kai Wantzen, Pressesprecher des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg, gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Waalkes beteuert klare Vereinbarung

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Der Hintergrund: Die beiden Parteien hatten vor vielen Jahren vereinbart, dass Mertens 15 Prozent von Waalkes Tourneeeinnahmen erhalte. Ab 2016 zahlte Waalkes nur noch zehn Prozent an sein Management. “Nun streiten die Parteien, ob dies einer beidseitig akzeptierten Vereinbarung entspricht”, erklärt Wantzen. Waalkes behaupte, dass eine klare Vereinbarung über die Kürzungen getroffen wurde. Mertens, der wegen seines Gesundheitszustandes vor Gericht von seiner Frau Gloria Mertens vertreten wird, behaupte das Gegenteil.

Gegenstand des Streits sei Waalkes Herbsttournee 2016. Rund 220.000 Euro stünden Mertens zu, davon habe Waalkes 46.000 Euro überwiesen. “Insgesamt beziffert der Kläger seine Forderung auf 176.141,92 Euro”, erklärt der Pressesprecher. Einen ersten Gerichtstermin habe es bereits am 27. Juli gegeben, bei dem sich allerdings nur die Anwälte trafen.

Mertens soll zugestimmt haben

Am Montag war auch Otto Waalkes persönlich bei der Verhandlung im Hamburger Landgericht, da er die von ihm beteuerte Vereinbarung beweisen müsse. Er habe in seiner damaligen finanziellen Situation haushalten müssen, begründete der Kultkomiker laut Wantzen die Kürzung um 5 Prozent.

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Zudem habe sich Mertens aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung bereits etwas zurückgezogen. So will es Waalkes auch seinem Ex-Manager erklärt haben, der zunächst abgelehnt, dann aber doch zugestimmt haben soll.

Zeugen bestätigen Vereinbarung

Drei Zeugen wurden zu dem Fall angehört: Der Prozessbevollmächtigte von Otto Waalkes, die ehemalige Buchhalterin der beiden Parteien und Mertens-Nachfolgerin Lin Lu und eine Frau aus dem Steuerberaterbüro. “Die Buchhalterin sagte, dass Waalkes und Mertens damals unabhängig voneinander Anpassungen bestätigt haben”, erklärt Wantzen. Die Steuerberaterin schloss sich den Aussagen von Lu an.

Wie geht es jetzt weiter? “Von der Klägerseite wird geltend gemacht, dass, selbst wenn eine solche Vereinbarung geschlossen wurde, Mertens seinerzeit schon geschäftsunfähig gewesen sei. Das müssen wir abwarten”, sagt Wantzen. Der nächste Gerichtstermin ist am 30. November. Dann soll eine Entscheidung fallen, wie es weitergeht. Das heiße nicht zwingend, dass an dem Termin bereits ein Urteil gesprochen werde.

RND/nis



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