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Oscarkandidatin Amanda Seyfried findet, dass sie jedem Mann intellektuell überlegen ist

  • Für ihre Rolle im Oscarfavoriten „Mank“ ist Amanda Seyfried bei den Academy Awards als beste Nebendarstellerin nominiert.
  • Im RND-Interview spricht die Schauspielerin über die besondere Figur und ihre Gemeinsamkeiten.
  • Außerdem erzählt sie von der Geburt ihres Sohnes, die viele überrascht hat.
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Amanda Seyfried ist für ihre Rolle der Marion Davies im Film „Mank“ als beste Neben­darstellerin für die Oscars nominiert. Die tatsächlich existierende Schauspielerin Marion Davis, gestorben 1961 in Los Angeles, war Protegé des Zeitungs­zaren William Randolph Hearst – und dessen Partnerin, die beiden hatten ein gemeinsames Kind. Was in der Hollywood­historie untergegangen ist: Davis hatte Talent, Verstand – und Herz. Darüber hat RND-Autor Dierk Sinderman mit Schauspielerin Amanda Seyfried gesprochen.

Amanda Seyfried, war Ihnen Marion Davies vor diesem Film ein Begriff?

Amanda Seyfried: Ich hatte mal den Namen gehört, aber sonst wusste ich nichts über sie. Nachdem ich sie gespielt habe, muss ich sagen: Marion war eine Frau, die total witzig war und mit beiden Beinen auf der Boden stand. Mit ihr konnte man gut ein Bier trinken gehen und ich hätte sie gerne zur Freundin gehabt.

Obwohl ihr Ruf nicht der beste war …

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Das interessierte sie nicht. Sie war der festen Überzeugung, dass sie jedem Mann intellektuell überlegen war. Ich denke das übrigens auch von mir selbst (lächelt). Allerdings habe ich 35 Jahre gebraucht, so etwas von mir zu sagen. Besser spät als nie.

Marion Davies und Hearst sind 20 Jahre zusammen gewesen und haben ein gemeinsames Kind gehabt. Trotzdem hat er sie nie geheiratet.

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Sie hatten eine sehr tiefe Verbindung und haben einander vertraut. Sie waren wie beste Freunde und Marion hat ihn geliebt. Allerdings eher auf emotionaler als auf körperlicher Basis. Sie fand ihn ziemlich langweilig, weil er auch viel älter war. Sie hätte ihn aber nie verlassen, weil er ihr Sicherheit und Geborgenheit gab. Er hatte eine Art Vaterrolle für sie im Leben, auf eine gute, gesunde Weise. Wenn so etwas geht (lacht).

Sie sind im September zum zweiten Mal Mutter geworden. Wie war die Geburt in Corona-Zeiten?

Die Geburt war leider ein bisschen anders als die meiner Tochter vor drei Jahren. Immerhin konnten mein Mann und meine Mutter mit dabei sein und die Amme ist eine sehr gute Freundin von mir. Angesichts der Horrorstorys von Geburten in Krankenhäusern hatte ich es gut.

Haben Sie mit einem Neugeborenen und einer Dreijährigen zu Hause überhaupt noch Zeit für sich selbst?

Ja, habe ich! Wir leben seit dem Ausbruch der Pandemie auf unserer Farm im Bundesstaat New York und sind drei Erwachsene zu Hause. Meine Mutter ist nämlich mit eingezogen und hilft uns sehr mit ihren Enkelkindern. Sie ist einfach die Beste!

Sie haben Ihre Schwangerschaft vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Warum?

Das hat sie so einzigartig gemacht. Normalerweise bekomme ich keine Chance, ein Privatleben zu haben. Mein Leben ist ein offenes Buch, zumal ich ja auch sehr viel auf Social Media teile. Aber einige Dinge halte ich dann doch geheim. Es war so cool, die Welt dann mit der Nachricht zu überraschen: Schaut mal, ich habe ein Baby!

Wie hat ihre Tochter Nina reagiert, als sie erfahren hat, dass sie einen kleinen Bruder bekommt?

Da sie ja noch nicht einmal drei Jahre alt war, haben wir es ganz behutsam gemacht und sie mit eingebunden. Sie hat ja gesehen, dass Mamas Bauch größer wird und wir haben ihr klar gemacht, dass da ein Baby drin wächst.

Gab es Eifersüchteleien, als ihr Bruder dann auf der Welt war?

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Im Gegenteil, sie fühlt sich in ihrem Status gar nicht bedroht. Sie liebt ihren kleinen Bruder über alles und ist so vorsichtig mit ihm. Ihr Leben ist wegen ihm noch besser geworden und sie hat bereits für ihr Alter eine unglaubliche Selbstsicherheit.

Ganz die Mama?

Gar nicht. Ich hatte kaum Selbstbewusstsein, als ich aufgewachsen bin. Ich musste mir das erst einmal zulegen, als ich älter wurde. Deshalb war es mir so wichtig, meiner Tochter von Anfang an das Gefühl zu geben, dass sie immer gut genug sein wird, egal was sie tut.

Wie sehr liebt es Ihre Kleine, auf einer Farm groß zu werden?

Sehr. Genau wie ihre kleinen Freunde. Sie lädt sie zu Playdates mit unseren Tieren ein. Es ist wie ein privater Streichelzoo. Ich wünschte, ich hätte so was früher als Mädchen auch gehabt.

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