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Mutmaßliches Opfer im Weinstein-Prozess sagt aus: „Ich stand unter Schock“

  • DEr Vergewaltigungsprozess gegen Ex-Filmmogul Harvey Weinstein geht in die nächste Runde.
  • Am Mittwoch schilderte ein weiteres mutmaßliches Opfer vor den Geschworenen, wie der 67-Jährige sie sexuell belästigt haben soll.
  • Bereits am Dienstag hatte eine weitere Hauptzeugin ihre Aussage unter Tränen hinter sich gebracht.
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New York. Im Vergewaltigungsprozess gegen Ex-Hollywoodproduzent Harvey Weinstein hat ein weiteres mutmaßliches Opfer ausgesagt. Die Schauspielerin Dawn Dunning schilderte am Mittwoch vor Geschworenen, wie der Filmmogul sie 2004 gegen ihren Willen im Genitalbereich angefasst habe. „Er hat angefangen, richtig schnell zu sprechen. Er sagte "Mach' daraus keine große Sache. Das passiert nie wieder"“, sagte die heute 40-Jährige, die beim Erzählen gegen Tränen ankämpfte. „Ich bin aufgestanden. Ich stand unter Schock.“

Auf die Frage der Staatsanwältin Meghan Hast, ob sie sich mit ihrer Aussage gegen Weinstein irgendeinen Vorteil erhoffe, antwortete Dunning: „Nein, wenn, dann verliere ich. Das ist das Schlimmste und Schwierigste, was ich je getan habe.“

Danach warf eine weitere Frau Weinstein vor, 2005 vor ihr masturbiert zu haben. Sie hätten sich in einem Broadway-Club kennengelernt, und Weinstein habe sie auf die Terrasse geleitet, so Tarale Wulff. Dort habe sie bemerkt, dass sein Oberteil sich bewegte und ihr sei klar geworden, was er mache. Sie sei erst erstarrt und dann weggelaufen.

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Jury für Weinstein-Prozess steht
0:55 min
Im Prozess gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen ist die Jury komplett.  © dpa

Weinstein spricht von einvernehmlichem Sex

Die Staatsanwaltschaft hat in dem Verfahren gegen Weinstein mehrere mutmaßliche Opfer in den Zeugenstand gerufen. Ihre Fälle gehören nicht zu jenen, die aktuell strafrechtlich verhandelt werden - sie sollen aber die Theorie der Anklage untermauern, dass Weinstein als Serientäter systematisch vorging. Sie könnten eine große Rolle bei der Frage spielen, ob er im Gefängnis landen wird oder nicht.

Dem 67-Jährigen wird der Prozess gemacht, weil er 2006 eine Frau zu Oralsex gezwungen haben und 2013 eine andere Frau vergewaltigt haben soll. Weinstein sagt, der Sex sei einvernehmlich gewesen.

RND/AP

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