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Oliver Pocher entsetzt über Anne-Frank-Vergleich von Elfjähriger: „So ziemlich das Dümmste“

  • Der Anne-Frank-Vergleich einer Elfjährigen bei einer „Querdenken“-Demo sorgt für Empörung, auch bei Comedian Oliver Pocher.
  • Er spricht vom „Dümmsten, was ich seit Langem gehört habe“.
  • Dann setzt Pocher zu einer kleinen Nachhilfestunde in Geschichte an.
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Ein elfjähriges Mädchen beschreibt bei einer „Querdenken“-Demonstration in Karlsruhe, wie es heimlich mit Freunden seinen Geburtstag feiern musste, und vergleicht das mit den Leiden von Anne Frank: Ein Video des Auftritts sorgt in sozialen Medien für Empörung, die Polizei ermittelt inzwischen. Auch der Comedian Oliver Pocher hat den Clip gesehen – und zeigt sich wütend und entsetzt.

Bei Instagram spielt Pocher seinen Followern das Video mit den Aussagen des Mädchens vor und betont dann: „Ich mache nicht mal dir den Vorwurf, liebe Elfjährige, sondern deinen Eltern. Das ist so ziemlich das Dümmste, was ich seit Langem gehört habe.“

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Dann holt der Comedian zu einer kleinen Lehrstunde in Geschichte aus und erklärt, dass Anne Frank Jüdin gewesen sei und Angst gehabt habe, von den Nazis entdeckt zu werden. Sie sei dann in ein Konzentrationslager gekommen und dort gestorben. „Niemand wird dich in ein KZ stecken, wenn du deinen Geburtstag nicht feiern kannst. Dass du einen Anne-Frank-Vergleich ranziehst, ist so ziemlich das Unangenehmste und Lächerlichste, was dir deine Eltern je geschrieben haben.“

Oliver Pocher: „Wir leben in keiner Diktatur“

Pocher betont weiter: „Wir leben in keiner Diktatur.“ Es sei momentan einfach nicht erlaubt, aufgrund der Coronavirus-Pandemie einen Geburtstag zu feiern. „Und ja, das ist traurig, aber du wirst noch genug Geburtstage haben, an denen du feiern kannst.“ Anne Frank habe dagegen ganz andere Probleme gehabt.

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Pochers ungehaltenes Fazit: „Schaue dir vorher lieber den Film an, bevor du das nächste Mal so einen dümmlichen Vergleich auf so einer beschissenen Demo zum Besten gibst.“ Zuletzt war „Das Tagebuch der Anne Frank“ im Jahr 2016 von Regisseur Hans Steinbichler verfilmt worden.

Die Karlsruher Polizei hatte am Montag mitgeteilt, dass ein Prüfungsverfahren hinsichtlich einer möglichen strafrechtliche Relevanz der Aussagen laufe.

RND/seb

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