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Öffentliche Trauerfeier: Fans können Abschied von „Aschenbrödel“ nehmen

Der Prinz (Pavel Travnicek) passt Aschenbrödel (Libuse Safrankova) im Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" den verlorenen Schuh an.

Mit knapp 20 Jahren spielte Libuše Šafránková in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (1973) die charismatische Prinzessin und eroberte so das Herz zahlreicher Fans. Umso härter traf viele in der vergangenen Woche die Nachricht, dass die tschechische Schauspielerin am Morgen des 9. Juni im Alter von nur 68 Jahren verstorben ist. Nun soll Šafránková mit einer ganz besonderen Zeremonie geehrt werden: Am Freitag, 25. Juni, dürfen sich Fans in der St. Agnes-Kirche in Prag vom einstigen „Aschenbrödel“ verabschieden.

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Ein Staatsbegräbnis hatte die Familie abgelehnt. Den Ort für die selbst organisierte Trauerzeremonie hat Šafránkovás Sohn Josef Abrham gewählt, da seine Mutter die Prager Kirche selbst oft besucht hatte. Sie habe „ihre Privatheit“ geschätzt, doch der 44-Jährige sei sich sicher, „dass es in ihrem Sinne ist, den Menschen, die sie gern hatten, eine Gelegenheit zum Abschiednehmen zu geben.“ Im Anschluss an die öffentliche Trauerfeier soll eine Zeremonie im engsten Familienkreis stattfinden, die auf Leinwänden nach draußen übertragen wird.

Ihr Prinz kommt zur Trauerfeier

Auch Šafránkovás früherer Märchenprinz ist überzeugt, dass die Fans die Möglichkeit wahrnehmen werden, der Darstellerin die letzte Ehre zu erweisen. „Es werden viele Hunderte Menschen kommen“, so Pavel Trávníček. Auch er werde an der Trauerfeier für seine Schauspiel-Kollegin teilnehmen, erklärte der 70-Jährige.

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Nach ihrer Rolle in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ blieb Šafránková der Kamera treu und wirkte vor allem in tschechischen Produktionen mit. Insgesamt war sie in über 150 Filmen zu sehen - darunter „Die kleine Meerjungfrau“ (1976) und das oscarprämierte Drama „Kolya“ (1996). Ihre letzte Rolle hatte sie im Drama „Die Geisel“ (2014), im Jahr darauf erhielt sie die Schockdiagnose Lungenkrebs.

RND/Teleschau

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