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Ob Mittelfinger oder halb nackt am Kreuz: Sophia Thomalla liebt die Provokation

  • Sophia Thomalla polarisiert gerne – sie weiß genau, was sie da tut, auch wenn es impulsiv ist.
  • Zurzeit sorgt ein Clip aus einer Pro7-Show für Schlagzeilen, der Verdacht: alles Fake.
  • Doch nicht nur deshalb scheiden sich an ihr die Geister.
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Ist sie die größte Nervensäge Deutschlands? Oder die mutigste Twitterin? Die einen sagen so, die anderen so. An Sophia Thomalla (30) scheiden sich eben die Geister.

Gerade ist das Model (auch Schauspielerin und Moderatorin) wieder in den Schlagzeilen. Bei der Pro7-Sendung „Das Duell um die Welt“ hatte das Team der Show um Joko und Klaas die 30-Jährige aus einem Helikopter werfen lassen – angeblich ohne ihr Wissen. Die Aktion sorgt für großes Medieninteresse. Doch aufmerksame Zuschauer machen ein paar Logikfehler aus. Alles nur Fake?

Für Sophia Thomallas Verhältnisse ist das allerdings eher ein kleines Aufregerchen. Die Tochter der Schauspielerin Simone Thomalla („Tatort“) meldet sich zu allem, was ihr gerade durch den hübschen Kopf geht, ob es ein Thema ist oder auch nicht. Mal schreibt sie auf Twitter Rätselhaftes: „Ich gehe mich heute aufn Samstagabend betrinken. Ich entschuldige mich jetzt schon für die in 20 Jahren erscheinenden Schlagzeilen, dass ich vielleicht jemanden lüstern vollsülzte.“ Mal reckt sie auf einem Foto ihren Mittelfinger hoch und postet: „Da iser. Und ich dachte schon ich hätte ihn irgendwo liegen gelassen.“

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Immer im Rampenlicht

Wenn sie sich beispielsweise bei der Werbekampagne eines Lotterieanbieters halb nackt an ein Kreuz binden lässt und dieses Foto auf ihrem Instagram-Account samt Kommentar – „Ziemlich breites Kreuz für eine Frau mit so schmalem Körper“ – veröffentlicht, worauf sich die katholische Kirche und ihre Gläubigen massenhaft empören, hat sie wenigstens ihren Bekanntheitsgrad enorm gesteigert.

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So kann man das sehen. Dann macht sie wiederum Sachen, die nur einen sehr begrenzten Sinn ergeben. Sie zeigt ein Foto ihres verstorbenen Ziehvaters, Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer, und schreibt dazu im Mai 2019: „Ihm etwas zum Geburtstag zu wünschen, ist leider zu spät, deswegen wünsche ich mir was: Zwischen den ganzen Weicheiern, Kordhosen Trägern und Chai Latte Trinkern – mehr Machos wie dich braucht das Land! Wir vermissen dich.“

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Sie postet, was ihr in den Sinn kommt

Man kann es drehen oder wenden, wie man will – Sophia Thomalla postet, weil es ihr gerade so in den Sinn gekommen ist, nicht mehr, nicht weniger. „Es darf auch wild diskutiert werden. Ich genieße das ja auch. Das wissen die Leute auch.“

Dann nennt sie als Motiv einen der kompliziertesten deutschen Begriffe: Humor. „Das sind alles spontane Situationen. Das ist in dem Moment eine witzige Aufnahme für mich und dann poste ich die. Dann kommt da ein locker-flockiger Spruch um die Ecke und das war's dann. Wenn es um Humor und natürlich auch um Provokation geht, [...] da gehen mir die Ideen nie aus ...“

Sie liebt es zu provozieren

Humor à la Thomalla ist zum Beispiel ihre Anmerkung zum US-Präsidentschaftswahlkampf von 2016, als sie in Anspielung auf die demokratische Kandidatin Hillary Clinton schrieb: „Die USA sind wie ich – n richtiger Kerl ist am Ende besser als ne Omma, die man pflegen muss. #TeamTrump“.

Auch in der deutschen Politik ergreift Sophia Thomalla durchaus mal Partei: Im Sommer war sie der Kanzlerin beigesprungen, kommentierte den Zitteranfall von Angela Merkel auf Instagram so: „Mutti macht ihr nicht kaputt!“

Vehement verteidigt die 29-Jährige die Regierungschefin gegen jeden „Hans Wurst“, der sich das Recht herausnehme, nach den Ursachen der Anfälle zu fragen. „Jeder fragt sich erstmal: geht es ihr gut? Bei den Verhandlungspartnern ist ihre Robustheit in durchverhandelten Nächten legendär und gefürchtet. Fand ich schon immer geil.“

„Damit müssen die Leute zurechtkommen“

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Wie geil das Angela Merkel findet, weiß man nicht. Das dürfte Sophia Thomalla auch ziemlich egal sein. Schließlich hat sie in einem RTL-Interview mal erklärt, sie poste, was sie möchte. „Damit müssen die Leute zurechtkommen oder auch nicht.“

Ihre vielleicht größte Provokation gelingt dem Modell im September 2016 auf Facebook, Twitter und Instagram. Simone Thomalla greift sich an die Brüste und schreibt dazu: „Kleine Titten sind wie Flüchtlinge: Sie sind nun mal da, aber eigentlich will man sie nicht.“ Und weil es den Leuten mehr gefallen als sie empört hat, meldet sich Thomalla erneut zu Wort: „Ein Experiment und mal bewusst provoziert. Wir wollten sehen, wer tatsächlich alles Ernstes denkt, dass DAS ERNST gemeint war... Wahnsinn.“

In der Liebe immer 100 %

Dagegen sind ihre jeweiligen Liebesbekenntnisse zum jeweiligen Lebensabschnittspartner (Rammstein-Rocker Till Lindemann (56), Sänger Andy LaPlegua (43), etc.) richtig rührend. Ihren britischen Ex-Lover, dem Musiker Gavin Rossdale (53), ließ sie unter einem mittlerweile gelöschten Foto mit einem durchsichtigen Netzbody wissen: „Hey you – I love you“. Als ein Follower nachhakte: „Was haben ältere Männer, was jüngere nicht haben?“, antwortete sie: „Stärkere Nerven, um mich ertragen zu können.“

Beliebt sind auch ihre Wünsche bzw. Vorsätze fürs neue Jahr. Anfang 2018 postete sie ein Bild, auf dem sie gleich zwei Zigaretten auf einmal raucht, dazu den Satz: „Let's go harder not better“.

Die sich überschlagende Kritik ertrug sie gelassen, denn ihr Twitter-Motto lautet schließlich: „Ich blockiere übrigens alle kleinen Pisser, die kein Profilbild haben und auf meinem Account ihren Dünnschiss hinterlassen, einfach nur deshalb, weil er mir unfassbaren Spaß macht.“

Deswegen lautete auch ihr Vorsatz für 2019: „Weiterhin allen massiv auf den Sack gehen.“ Rückblickend darf man wohl sagen, dass sie das durchaus geschafft hat.

RND/spot/seb

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