Nino de Angelo spricht über seine Krankheit: Moderatorin Kim Fisher den Tränen nahe

Der Sänger Nino de Angelo bei der MDR-Talkshow „Riverboat“.

Der Sänger Nino de Angelo bei der MDR-Talkshow „Riverboat“.

„Ich habe vielleicht noch fünf Jahre“: Mit dieser Aussage hatte Schlagerstar Nino de Angelo (56) vor einigen Monaten seine Diagnose COPD (Chronische obstruktive Lungenerkrankung) öffentlich gemacht. In der MDR-Talkshow „Riverboat“ sprach der Sänger am Freitagabend darüber, dass er seinen Lebenswandel trotzdem nicht ändern werde – und brachte Moderatorin Kim Fisher damit den Tränen nahe.

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In der Sendung erzählte Nino de Angelo zunächst, wie die schwere Lungenkrankheit festgestellt wurde: „Ich hatte 2016 eine Herz-Not-OP“, bei der seien ihm drei Bypässe gelegt worden. „Ich war dann ein paar Wochen in der Reha und hinterher dachte ich: Reha, Bypässe, müsste ja alles wieder gut funktionieren. Hab‘s auch gleich mal ausgetestet und bin erstmal richtig einen saufen gegangen.“ Er dachte, er sei „wieder der Alte“.

Nino de Angelo: „Bin erstmal richtig einen saufen gegangen“

Dann habe er angefangen, Sport zu machen und eine Elektromuskelstimulation ausprobiert. „Das hat mir richtig Spaß gemacht, aber bei den Übungen konnte ich keine Kondition aufbauen. Dann meinte mein Trainer, ‚Du kippst mir hier gleich um, du stirbst mit hier beim Training, geh mal zum Kardiologen, guck mal, ob alles in Ordnung ist‘“, so de Angelo. Der Lungenarzt habe nichts gefunden, ihn aber weiter zu einem ein Lungenfacharzt verwiesen – der habe dann COPD festgestellt. „Da war ich dann erstmal bedient.“

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Auch darüber, wie schwer die Auswirkungen sind, sprach der Schlagerstar: „Ich kann auf der Bühne einen Song singen, dann muss ich zwei Minuten reden, damit ich den nächsten Song singen kann“, sagte Nino de Angelo. Und betonte aber auch ganz deutlich: „Ich hab‘ das einfach ignoriert die letzten vier Jahre. Es geht einfach nicht anders.“ Er lebe damit und akzeptiere diese Krankheit.

Kim Fischer: „Weißt du, ich akzeptiere das nicht“

Moderatorin Kim Fisher, die de Angelo schon lange kennt, bewegten diese Aussagen sichtlich: „Weißt du, ich akzeptiere das nicht“, entgegnete sie. „Du weißt, wie lieb ich dich habe. Und das sag ich dir jetzt auch, weil ich glaube, ich möchte dir das sagen. Weil ich möchte, dass du gut zu dir bist.“ Und redete sich in Rage: „Anders gesagt könnte ich dich auch fragen: Sag mal, hast du sie noch alle? Nach ‘ner Bypassoperation in die Kneipe zu gehen und zu gucken, ob noch alles funktioniert? Du spinnst doch wohl! Wie undankbar bist du denn?“ Dann zeigte Kim Fisher dem Sänger noch einen Vogel.

„Ich bin doch gut zu mir“, rechtfertigte sich Nino de Angelo. Wenn sein „inneres Ich“ ihm sage, es wolle etwas Essen oder trinken, „einen Whiskey, einen Rotwein, dann gebe ich ihm das“, sagte der Sänger lachend.

Nino de Angelo zu Hendrik Streeck: „Sie sind der Virologe, ich bin das Leben“

Daraufhin schaltete sich der Virologe Hendrik Streeck ein und betonte: „Bei einer COPD sollte man nicht rauchen, das ist schonmal ganz klar.“ Nino de Angelos ließ die Aussage allerdings nicht so stehen: „Sie sind der Virologe, ich bin das Leben. Ich weiß, was ich hinter mir habe und ich weiß, wie es bei mir funktioniert. Ich weiß, dass Menschen, die man beschneidet, denen man sagt: Du darfst nicht mehr trinken, du darfst nicht mehr rauchen, die sterben innerhalb von drei Monaten.“ Natürlich könne man es schaffen, das Trinken und Rauchen aufzugeben. „Aber ich will das nicht.“ Er werde seine letzte Lebensjahre genießen, „mit allem drum und dran“.

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Moderatorin Kim Fisher entgegnete sichtlich erregt und scheinbar den Tränen nahe: „Ja, das ist deine Entscheidung, aber ich kann dir sagen: Ich bin sauer, dass du das so machst. Verdammt noch mal!“

Nino de Angelo hat eine lange Krankengeschichte hinter sich, über die er auch öffentlich sprach: In den 90er-Jahren war er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt, hatte im Jahr 2008 Blutkrebs und bekam 2016 drei Bypässe.

RND/seb

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