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Nach Party mit Corona-Leugnern: Veranstalter sagt Nena-Konzert in Oberbayern ab

  • Immer wieder hatte die Sängerin Nena in den vergangenen Monaten ihre Sympathien für die „Querdenken“-Bewegung zum Ausdruck gebracht, am Wochenende sogar an einer Party der radikalen Corona-Leugner-Szene teilgenommen.
  • Jetzt zieht ein weiterer Konzertveranstalter die Konsequenzen.
  • Ein für Donnerstag in Bayern geplantes Konzert wurde kurzfristig abgesagt.
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Altötting. Ein Konzert der Sängerin Nena in Oberbayern ist wegen der Diskussionen um ihre Haltung zu Corona-Regeln vom Veranstalter abgesagt worden. Das für den 19. August in Tüßling (Landkreis Altötting) geplante Konzert finde nicht statt, gab COFO Entertainment auf seiner Webseite bekannt.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Sängerin am Wochenende an einer Party der radikalen Corona-Leugner-Szene am Katzenbachsee in Baden-Württemberg teilgenommen hatte – zusammen mit zahlreichen Verschwörungsideologen, einigen „Reichsbürgern“ und Anhängern der sogenannten Qanon-Verschwörung.

Veranstalter distanziert sich von Nena

Es lasse sich nicht mehr leugnen, dass Nena „bestimmte Ideologien“ unterstützt“, teilte der Veranstalter mit. Obwohl Nena sich vor einigen Wochen noch von einer „Querdenker-Gesinnung“ distanziert habe, habe es zuletzt immer mehr „negative Schlagzeilen gegeben“.

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Auch Konzerte an anderen deutschen Orten waren bereits abgesagt worden. Im Juli war ein Nena-Konzert in Berlin wegen Nicht-Einhaltung der Corona-Maßnahmen frühzeitig beendet worden.

Konzertabsage sei unumgänglicher Schritt

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CoFo-Geschäftsführer Oliver Forster sieht die Absage des Konzertes im Landkreis Altötting als unumgänglichen Schritt: „Wir wollen mit unseren Konzerten Freude und positive Stimmung verbreiten. Das wäre mit den letzten Entwicklungen schwierig geworden“, teilte er mit. „Wir bieten jedes Jahr gerne eine kulturelle, vielfältige Bühne – aber eine politische Bühne soll es nicht sein“.

Nena hat in der Pandemie mehrfach für Diskussionen gesorgt. Im März veröffentlichte sie bei Instagram ein Video mit dem Titel „Danke Kassel“, nachdem in der Stadt Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen protestiert hatten. Im Oktober löste Nena mit einem Post auf Instagram Diskussionen über mögliche Verschwörungstheorien aus, betonte aber, dass sie nicht als Corona-Leugnerin verstanden werden wolle.

RND/dpa/seb

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