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  • Nathalie Volk: EX-GNTM-Kandidatin ist an Gebärmutterhalskrebs erkrankt

Nathalie Volks Schockdiagnose: Gebärmutterhalskrebs tritt relativ selten auf

  • Ex-GNTM-Teilnehmerin Nathalie Volk ist an Gebärmutterhalskrebs erkrankt.
  • Auch wenn sie hierzulande recht selten gestellt wird, ist die Diagnose für viele Frauen ein Schock.
  • Dabei kann mit regelmäßiger Vorsorge und frühzeitiger Impfung das Erkrankungsrisiko deutlich gemindert werden.
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Als exaltierte GNTM-Kandidatin und später auch als lustlose Dschungelcampteilnehmerin hat sich Nathalie Volk einst einen Namen gemacht. Seit Dienstag sorgt die hübsche Brünette wieder für Schlagzeilen – deren Inhalt gibt allerdings reichlich Anlass zur Sorge: Gegenüber “Bild” hatte Volks Mutter Viktoria bestätigt, dass die 23-Jährige, die sich aktuell für ein Studium in den USA aufhält, an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sei, der Krebs sich aber noch in einem frühen Stadium befände und aktuell nur beobachtet werde.

Mit der Diagnose steht Volk alles andere als allein da. Auch wenn Gebärmutterhalskrebs als relativ seltene Krebsart gilt, erkranken hierzulande laut Robert-Koch-Institut (RKI) jährlich rund 4500 Frauen daran, bei sehr jungen Frauen wie Volk wird die Diagnose allerdings sehr selten gestellt. Laut RKI liegt das mittlere Erkrankungsalter der betroffenen Frauen mit einer voll entwickelten Krebskrankheit (invasives Karzinom) bei etwa 55 Jahren, beim deutliche häufigeren lokal begrenzten Tumor (in-situ-Karzinom) bei etwa 35 Jahren. Etwa 1500 Frauen sterben pro Jahr an der Erkrankung.

Gebärmutterhalskrebs: Regelmäßige Vorsorge bietet Schutz

Als beste Schutzmaßnahme vor Gebärmutterhalskrebs gilt eine regelmäßige Vorsorge zur Früherkennung schon in jungen Jahren. In diesem Zusammenhang gilt seit mehr 50 Jahren der Pap-Test als eine bewährte Methode, um Zellveränderungen und einen möglichen Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen. Dabei nimmt der Arzt einen Zellabstrich vom Gebärmutterhals.

Eine Neuerung des Gemeinsamen Bundesausschusses, gültig seit Anfang 2020, soll die Qualität der Vorsorge mittels Früherkennung bei Frauen nun weiter verbessern. Bisher hatten alle Frauen ab 20 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf einen von der Krankenversicherung übernommenen Pap-Test. Das wird auch weiterhin der Fall sein. Für Frauen ab 35 Jahren gibt es bereits seit Januar 2020 eine wichtige Neuerung. Frauenärzte bieten neben der jährlichen gynäkologischen Untersuchung alle drei Jahre einen Test auf humane Papillomviren (HPV) an, kombiniert mit einem Pap-Abstrich.

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Humane Papillomviren gelten als Hauptauslöser

Die sexuell über­tragenen humanen Papillom­viren gelten laut RKI als hauptursächlich für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Als weitere Risikofaktoren werden Rauchen, andere sexuell über­trag­bare Erreger (etwa Herpes-simplex, Chlamy­dien), früher Beginn der sexuellen Aktivität, viele Geburten und ein stark geschwächtes Immun­system genannt.

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Zur Vorbeugung empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs für Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren – dennoch ist die Impfrate bislang gering. Die 2006 eingeführte Immunisierung wird in der Regel vom neunten bis 17. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen.


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