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Natascha Ochsenknecht startet Petition gegen Kindesmissbrauch – und sammelt 250.000 Unterschriften

  • Als Kind wurde der Sohn von Natascha Ochsenknecht sexuell missbraucht.
  • Nun macht sich der TV-Star für verschärfte Strafen stark.
  • Mit einer Petition hat Ochsenknecht innerhalb von zwei Wochen 250.000 Unterschriften gesammelt.
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Lügde, Münster, Bergisch-Gladbach – in den vergangenen Monaten sind dutzende Fälle von Kindesmissbrauch in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Immer wieder kritisieren nicht nur Betroffene die viel Strafen für die Täter als zu niedrig. Nun hat Natascha Ochsenknecht eine Petition ins Leben gerufen, in der sie Gesetzesänderungen, mehr Prävention und eine bessere Beweissicherung fordert. Mehr als 250.000 Menschen haben diese bereits in 14 Tagen unterzeichnet.

Die 55-jährige Mutter von drei Kindern ist vor vielen Jahren mit dem Thema persönlich konfrontiert worden. Ihr Sohn Wilson Gonzalez (heute 30) wurde im Alter von fünf Jahren von einem Bekannten des Ehepaars Ochsenknecht missbraucht. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erzählt sie, wie sie den Missbrauch an ihrem Sohn herausfand: “Wir waren damals mit einer Filmproduktion ein Jahr unterwegs und der Mann war der Lebensgefährte von dem Produzenten. Und wie das in einer Filmfamilie so ist, man sitzt zusammen und man sagt ‘Kannst du mal eben auf die Kids aufpassen?’.”

Mit der Zeit sei ihr aufgefallen, dass der Mann auf Kinder stehe. “Mir war klar, dass dieser Mann nicht mehr auf meine Kinder treffen – geschweige denn unser Haus betreten wird.” Da war es allerdings schon zu spät: Sohn Wilson war bereits Opfer geworden, wie er ihr in einem Gespräch erzählte. Ochsenknecht erstattete sofort Anzeige – und brachte den Täter nach eigenen Angaben immerhin für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Doch weil das nicht immer so ist, hat Ochsenknecht die Petition ins Leben gerufen.

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Doch für die Opfer ist das Thema nicht mit der Verurteilung des Täters abgeschlossen. Über die Zeit danach sagte Ochsenknecht zum RND: “Es war nicht einfach. Das Wichtigste ist, dass man für das Kind die Normalität beibehält. Es ist als Elternteil wichtig, dass man dem Kind zuhört und jederzeit bereit ist für ein Gespräch. Kinder brauchen das Gefühl, dass man für sie da ist.” Sie habe die neue Situation angenommen, aber: “Mein Kind hab ich nicht mehr aus dem Auge gelassen. Man kann nicht sagen: Nach ein, zwei, drei Jahren ist das vorbei.”

Was wäre für Ochsenknecht eine gerechte Strafe für Missbrauch an Kindern? “Es darf kein Vergehen mehr sein, sondern es muss als Verbrechen gelten. Die Bewährungsstrafen müssen abgeschafft werden. Der Täter braucht eine faire Verhandlung, aber es sollte schon zugunsten des Kindes und nicht immer zugunsten des Täters sein.”

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Von dem Erfolg ihrer Petition wurde Ochsenknecht selbst überrascht: “Wir hatten erst 100 Unterschriften angepeilt, dann 1000. Dass wir nun innerhalb von zwei Wochen schon bei 250.000 sind, find ich krass.”

RND/Lob


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