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Naomi Osaka fordert mehr Unterstützung für Sportler mit psychischen Problemen

  • Ende Mai sorgt Tennisprofi Naomi Osaka für Schlagzeilen.
  • Erst gibt sie bekannt, während der French Open aufgrund von psychischen Problemen keine Pressekonferenzen wahrnehmen zu wollen, dann sagt sie ihre Turnierteilnahme komplett ab.
  • Nun äußert sich die Sportlerin in einem ausführlichen Essay im „Time“-Magazine und fordert einen empathischeren Umgang mit Athletinnen und Athleten.
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Tennisstar Naomi Osaka hat Ende Mai öffentlich gemacht, dass sie unter Depressionen leidet. Ihre psychischen Probleme und der mediale Druck waren unter anderem die Gründe, warum die 23-Jährige während der French Open zunächst nicht an Pressekonferenzen teilnehmen wollte. Diese Entscheidung sorgte für Diskussionen, woraufhin sie komplett aus dem Tennisturnier ausstieg. In einem Essay im US-Magazin „Time“ fordert sie nun eine bessere Behandlung von Athletinnen und Athleten.

„Die Absicht war nie, zur Revolte anzuregen“

„Meiner Meinung nach (...) ist das Format der Pressekonferenz selbst veraltet“, schreibt die viermalige Grand-Slam-Siegerin. „Ich glaube, dass wir es besser, interessanter und angenehmer für jede Seite machen können.“ Osaka wünscht sich ein Format auf Augenhöhe. „Die Absicht war nie, zur Revolte anzuregen, sondern vielmehr, unseren Arbeitsplatz kritisch zu betrachten und zu fragen, ob wir etwas besser machen können.“

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Weiter schreibt sie: „Athleten sind Menschen.“ Man solle Sportlern das Recht einräumen, bei seltenen Gelegenheiten eine mentale Auszeit von den Medien zu nehmen, ohne strenge Sanktionen zu erhalten.

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Nach ihrer Absage der Presskonferenzen habe Osaka das Gefühl gehabt, dass man ihr nicht glauben würde. „Ich fühlte mich unter großen Druck gesetzt, meine Symptome offenzulegen.“ Das würde sie niemandem wünschen. „Ich hoffe, dass wir Maßnahmen ergreifen können, um Sportler zu schützen, vor allem die empfindlichen.“

Im Laufe des Textes bedankt sich Osaka für die Unterstützung ihrer Fans und Familie sowie den Zuspruch von Prominenten. Sie nannte unter anderem die frühere First Lady Michelle Obama, die Profisportler Michael Phelps und Novak Djokovic sowie Herzogin Meghan.

RND/am

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