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Nach Mord an Rapper Nipsey Hussle: Polizei leitet interne Ermittlung ein

Rapper Nipsey Hussle wurde vor seinem Bekleidungsgeschäft erschossen.

Rapper Nipsey Hussle wurde vor seinem Bekleidungsgeschäft erschossen.

Los Angeles. Die Polizei in Los Angeles leitet nach dem Mord an Rapper Nipsey Hussle interne Untersuchungen wegen einer mutmaßlichen Ermittlungspanne ein. Es gehe um die Reaktion eines Polizisten in der Station 77th Street, bestätigte eine Sprecherin des LAPD, Gisselle Espinoza, am Montag. Konkret geht es um eine Frau, die sich nach dem Mord der Polizei stellen wollte, weil sie unbeabsichtigt in die Tat verwickelt war, aber von dem Polizisten weggeschickt wurde.

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Wie aus Gerichtsunterlagen hervorging, fuhr die Frau den Tatverdächtigen Eric H. am 31. März vom Tatort weg, ohne zu wissen, was kurz zuvor passiert war. Erst später habe sie ihr Auto und ihr Kennzeichen in den Nachrichten entdeckt. Ihre Mutter rief denn bei der Polizei an und bekam die Information, die Ermittler seien erst am nächsten Morgen wieder zu sprechen. Als sie dann in der Polizeistation erschienen seien, sagte ihnen der Polizist im Dienst den Unterlagen zufolge, sie sollten sich keine Sorgen machen und nicht auf die Nachrichten hören. Später kehrte die Frau zu den Ermittlern zurück, nachdem ihre Mutter abermals bei der Polizei angerufen hatte.

Ermittlungspanne soll aufgeklärt werden

Die interne Untersuchung sei vor einigen Tagen eingeleitet worden, teilte Polizeisprecher Josh Rubenstein per E-Mail mit. Die ersten Hinweise hätten auf eine missverständliche Kommunikation hingedeutet. Die Untersuchung solle sicherstellen, dass alle Richtlinien und Protokolle eingehalten worden seien. In der „Los Angeles Times“ hatte Rubenstein in der vergangenen Woche noch erklärt, die Frau habe sich nicht deutlich genug ausgedrückt. Der Polizist habe angenommen, sie wolle lediglich melden, dass jemand ihr Auto für das Fernsehen aufgenommen habe.

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Vor Gericht gab die Frau an, mit dem Tatverdächtigen zur Tatzeit unterwegs gewesen zu sein. Sie habe damals geglaubt, sie würden lediglich für Essen an einem Einkaufszentrum halten. Dann habe sie Hussle außerhalb seines Kleidungsgeschäfts entdeckt und ein Foto mit ihm gemacht, nachdem der Rapper und H. ein Gespräch über "Petzen" geführt hätten. Dann seien sie und der Tatverdächtige vom Shopping-Center zu einer nahegelegenen Tankstelle gefahren. Dort habe er seine Waffe geladen und erklärt, gleich zurück zu sein. Sie habe zwei Schüsse gehört, dann sei H. wieder gekommen und habe sie angewiesen, loszufahren. Erst später am Abend habe sie erfahren, dass der Musiker erschossen worden sei.

Mutmaßlicher Täter und Hussle hatten Verbindung zu Straßengang

Der 33 Jahre alte Hussle, mit bürgerlichem Namen Ermias Asghedom, war ein aufstrebender Rapper. Seinen Durchbruch hatte er kurz vor seinem Tod mit einem Grammy-nominierten Album. Ebenso wie der mutmaßliche Täter hatte er Verbindungen zu der Straßengang Rollin’ 60s. Laut Zeugenaussagen diskutierten die beiden Minuten vor der Tat über Petzerei.

H. wurde zwei Tage später gefasst. Ihm wird unter anderem Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Er hat auf nicht schuldig plädiert.

Lesen Sie auch: Tödliche Schüsse bei Trauerfeier für ermordeten Rapper Nipsey Hussle

Von RND/dpa

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