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Michelle Williams mit leidenschaftlichem Plädoyer für Gleichberechtigung

  • US-Schauspielerin Michelle Williams wurde bei der Emmy-Verleihung für ihre Rolle in der Miniserie „Fosse/Verdon“ ausgezeichnet.
  • Williams nutzte ihre Dankesrede, um sich für Gleichberechtigung in Hollywood auszusprechen.
  • In ihrer Rede forderte sie gleiche Bezahlung für Frauen und Männer und einen respektvollen Umgang mit Schauspielerinnen.
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Los Angeles. Die diesjährige Emmy-Verleihung war eine Nacht der Premieren und Rekorde. Die Eröffnungsrede der Zeichentrickfigur Homer Simpson war da nur der Anfang. Die inspirierendste Rede des Abends lieferte Michelle Williams. Die US-Schauspielerin nahm bei der 71. Verleihung der bedeutendsten TV-Preise ihren allerersten Emmy entgegen. Mit der Auszeichnung als beste Schauspielerin in einer Miniserie wurde sie für ihre Rolle der Gwen Verdon in der Serie „Fosse/Verdon“ geehrt.

Ihre Dankesrede nutzte Williams als leidenschaftliches Plädoyer für Gleichberechtigung in Hollywood. „Ich sehe diesen Preis als eine Anerkennung dessen an, was möglich ist, wenn einer Frau zugetraut wird, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen, sie sich sicher genug fühlt, diese auszusprechen, und sie genug respektiert wird, um gehört zu werden“, sagte sie auf der Bühne in Los Angeles.

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Bei der Verleihung der Emmy Awards in Los Angeles ist die Erfolgsserie „Game of Thrones“ als beste Dramaserie ausgezeichnet worden.  © AFP
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Michelle Williams forderte Gleichberechtigung

In ihrer Rede hob die Schauspielerin FX und Fox21 Studios hervor, die Produzenten der Serie, und lobte ihre faire Bezahlung. Was auch immer sie am Set gebraucht habe – mehr Tanz- oder Gesangsstunden oder eine neue Perücke –, immer sei die Antwort „Ja“ gewesen, erklärte die Schauspielerin. Selbst wenn all das mehr Geld gekostet habe. „Sie haben verstanden: Wenn man in eine Person investiert, bestärkt es diese Person in ihrem Selbstwertgefühl.“ Und das sei dann auch in deren Arbeit zu sehen. Doch nicht immer gehe es in der amerikanischen Entertainment-Industrie so positiv zu. Im Januar 2018 war bekannt geworden, dass Williams und ihr Kollege Marc Wahlberg für den Film „All the Money in the World“ eine sehr unterschiedliche Bezahlung bekamen. Wie die „New York Times“ berichtet, bekamen beide Schauspieler bei zehn Nachdrehtagen jeweils 80 Dollar pro Tag, doch Wahlberg verdiente zusätzlich 1,5 Millionen Dollar.

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Beste Dramaserie: Game of Thrones.  @ Quelle: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa
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„Hört ihr zu“

Mit ihrer eigenen Erfahrung wandte Williams sich deswegen an die gesamte Industrie: „Das nächste Mal, wenn eine Frau – und vor allem eine farbige Frau, die 52 Cent im Gegensatz zu dem Dollar verdient, den ihre männlichen Kollegen bekommen–- euch sagt, was sie braucht, um ihren Job zu machen, hört ihr zu“, so Williams. „Glaubt ihr.“

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Zuspruch auf Twitter

In den sozialen Netzwerken erntete Williams viel Lob von Fans und Kolleginnen für ihre inspirierende Rede. „Danke. Deine Rede war so stark mit ihrer Wahrheit und Anmut“, schrieb US-Schauspielerin Debra Messing bei Twitter. „Wunderschöne Rede“, kommentierte auch ihre Kollegin Kerry Washington.

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RND/lzi

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