• Startseite
  • Promis
  • Michelle Hunziker: “Ich bin richtig zum Detektiv geworden”

Michelle Hunziker: “Ich bin richtig zum Detektiv geworden”

  • Bei der neuen Musikshow “Big Performance” (RTL) sitzt Michelle Hunziker im Rateteam.
  • Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht die Moderatorin darüber, wie sie wochenlang deutschen Promis nachgespürt hat, die unter den aufwendigen Masken stecken könnten.
  • “Ich bin richtig zum Detektiv geworden”, sagt Hunziker.
|
Anzeige
Anzeige

Am heutigen Samstag startet die neue RTL-Musikrateshow “Big Performance” mit Michelle Hunziker. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht die schweizerisch-italienische Moderatorin über ihre Vorbereitung auf die neue Show, Vergleiche mit “The Masked Singer” und die Corona-Pandemie in ihrer italienischen Heimat.

Bei “Big Performance” verwandeln sich Promis in Legenden. Wenn man Sie gefragt hätte: In welchen Künstler wären Sie gerne mal geschlüpft?

Lady Gaga. Das ist eine emanzipierte Superfrau, die ich sehr mag. Mir gefällt ihre Geschichte. Sie hat eine unglaubliche Stimme und komponiert auch selber. Dann hat sie diesen wunderschönen Film “A Star Is Born” gemacht. Ich liebe Lady Gaga einfach.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Wurden Sie für eine TV-Show auch schon mal so aufwendig verkleidet?

So ein Make-up, wie es die Legenden in unserer Show haben, hatte ich noch nie. Aber ich habe mir an Halloween mal ein rund fünfstündiges Make-up als Vampir machen lassen. Das war sehr, sehr anstrengend, mit Prothesen und Silikon, die in stundenlanger Arbeit an das Gesicht angepasst werden. Das ist wirklich unglaublich anstrengend für unsere Legenden. In dem Kostüm müssen sie dann auch singen und teilweise sogar tanzen. Da liefern sie im wahrsten Sinne des Wortes wirklich eine “Big Performance” ab.

Welche Legende hat sie am meisten beeindruckt?

Es ist zum Beispiel auch Mick Jagger dabei. Mit dem hätte ich am liebsten ein Selfie gemacht und nach Italien geschickt. Dazu hätte ich dann geschrieben, dass ich Mick Jagger in Deutschland getroffen habe. (lacht)

Anzeige

Sie sitzen neben Motsi Mabuse und Guido Maria Kretschmer im Ratepanel. Wie gut kennen Sie sich mit deutschen Promis aus?

Mittlerweile sind alle erstaunt, dass diese Italienerin so viel über deutsche Promis weiß. (lacht) Ich war sehr viel im Internet unterwegs und habe einen Monat lang, in dem ich Urlaub hatte, viele deutsche Promis gegoogelt. Da habe ich mir ganz viel Songs und Interviews von denen angesehen und angehört. Deswegen bin ich sowas von vorbereitet in diese Show gegangen. Ich bin richtig zum Detektiv geworden. (lacht)

Anzeige

Kannten Sie Ihre Ratekollegen eigentlich schon vorher?

Guido und Motsi kannte ich, aber nicht persönlich. Wir sind uns vorher leider nie begegnet. Ich wollte die beiden schon immer mal kennenlernen. Die beiden sind ja so fröhliche Naturen, wie ich auch. Ich komme super mit ihnen aus. Das macht sehr viel Spaß, in einer so entspannten Atmosphäre zu arbeiten.

In Deutschland war im letzten Jahr “The Masked Singer” sehr erfolgreich. Inwiefern unterscheidet sich “Big Performance” davon?

Anzeige

Ich weiß, dass das in Deutschland super gelaufen ist. Das gab es in Italien auch, wurde da aber leider nicht so gut produziert, und es war auch nicht live. Ich kenne also “The Masked Singer”, aber unser Konzept unterscheidet sich schon sehr. Wir haben Make-up und die Leute schlüpfen in Legenden wie Adele oder Tom Jones und müssen auch genauso singen. Natürlich muss das Panel raten, genauso wie bei “The Masked Singer” auch, aber beide Shows unterscheiden sich schon stark.

Sie wissen ja bereits, wer unter den Masken steckt. Wie gut haben Sie sich als Raterin geschlagen?

Als bei Jennifer Lopez die Maske fiel, war ich wirklich geschockt. Man denkt, es sei einfach, die Leute unter der Maske zu erkennen. Das ist definitiv nicht so. Denn es gibt Masken, die wirklich so was von anders sind, als die Personen, die sich darunter verbergen. Wenn das Publikum zu Hause nur halb so neugierig ist wie ich, wird es ein riesigen Erfolg. Selbst wenn Guido, Motsi und ich nach der Show ins Hotel kommen, raten wir noch weiter. Wir schicken uns Whatsapp-Nachrichten und raten die ganze Nacht weiter, weil es so schwierig ist. Gerade wenn man denkt, man hat den Promi, wird man in der nächsten Sendung wieder verwirrt, weil dann wieder andere Details auftauchen, die total mit den ursprünglichen Vermutungen kollidieren.

Wie haben Sie sich darauf vorbereitet, dass Familie und Freunde von Ihnen wissen wollen, wer unter den Masken steckt?

Sie werden versuchen, mich zu erpressen. (lacht) Aber ich werde nichts sagen. Ich bin verschwiegen wie die Schweizer Banken. (lacht)

Anzeige

Michelle Hunziker: Lockdown war eine schwere Zeit

Sie standen in Deutschland nach längerer Zeit mal wieder vor der Kamera. Mussten Sie in Italien eigentlich auch eine coronabedingte Pause einlegen?

Nein. Ich habe nie aufgehört zu moderieren. Ich habe in Italien eine Sendung, die “Striscia la Notizia” heißt. Das ist eine Liveshow, die ich jedes Jahr vier Monate lang jeden Tag moderiere. Während Corona haben wir trotzdem zweimal pro Woche produziert. Wir haben das Ganze natürlich auf zwei Tage reduziert und die anderen Sendungen aufgezeichnet. Ich habe Gott sei Dank nie aufgehört zu arbeiten, denn das hat mir auch sehr gut getan. Dieser Lockdown war bei uns in Italien eine sehr schwere Zeit. Uns hat es wirklich schwer erwischt. Auch Bergamo, die ganze Lombardei, war ein ganz schrecklicher Horrorfilm. In dieser Zeit hatten die Leute sehr viel Lust auf Unterhaltung. Es gab sonst nur noch schreckliche Nachrichten und Berichte. Wenn man sechs, sieben Stunden lang nur schreckliche Nachrichten hört, dann hat man auch Lust, auf ein bisschen Unterhaltung.

Wurden Sie denn von Bergamo aus zugeschaltet oder waren Sie jedes Mal im Studio?

Ich war in Bergamo im Lockdown, aber hatte natürlich eine Genehmigung, um zweimal pro Woche mit meinem Auto ins Studio zu fahren. Mein Kollege und ich hatten am Anfang natürlich auch Angst, weil man nicht so recht wusste, wie man sich schützen kann. Wir sind dann mit Handschuhen und Masken ins Studio. Da waren nur mein Kollege, ich und drei Kameramänner. Alle anderen waren in der Regie. Anfangs war das sehr spooky, weil wir Angst hatten, dass wir vielleicht auch angesteckt wurden. Aber das war für uns wie eine Mission. Wir haben gedacht: “Jetzt ist es wichtiger denn je, dass man die Leute unterhält.” Diese Zeit werde ich so schnell nicht vergessen.

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen