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Michael Jackson: Wird der Kindesmissbrauchsfall neu aufgerollt?

  • In dieser Woche könnte sich entscheiden, ob die vermeintlichen Missbrauchsopfer Wade Robson und James Safechuck noch einmal juristisch gegen die Angehörigen von Michael Jackson vorgehen dürfen.
  • Anfang des Jahres hatte die Enthüllungsdoku „Leaving Neverland” für Aufsehen gesorgt.
  • Darin behaupten die beiden Männer, als Kind mehrfach von dem verstorbenen Popstar missbraucht worden zu sein.
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Die Enthüllungsdoku „Leaving Neverland“ hat Anfang 2019 für Aufsehen, bestürzte Fans und erboste Angehörige des verstorbenen Michael Jackson (1958–2009) gesorgt. Zwei Männer, Wade Robson und James Safechuck, behaupten in der zweiteiligen Sendung, dass der verstorbene Musiker sie mehrfach missbraucht habe, als sie noch kleine Kinder waren. Nun scheint es laut der US-Seite TMZ tatsächlich möglich, dass ebenjene Vorwürfe doch noch einmal vor Gericht landen könnten.

Möglich mache dies demnach eine Gesetzesänderung im US-Bundesstaat Kalifornien, die die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch von Kindern verlängert. Durch diese Änderung würden auch die vermeintlichen Vergehen des King of Pop gegen Robson und Safechuck wieder in die juristisch relevante und damit auch strafbare Zeit fallen.

Die Vorgeschichte

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Robson hatte die Jackson-Familie im Jahr 2013 auf über 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,36 Milliarden Euro) Schadensersatz verklagt. Sein Vorwurf: Der verstorbene Sänger habe ihn über den Zeitraum von sieben Jahren sexuell missbraucht, als er noch ein Kind war. Rund zwei Jahre später wurde der Fall jedoch zu den Akten gelegt.

Ähnlich verhielt es sich bei der Personalie Safechuck. Er verklagte die Angehörigen des Musikers 2014 mithilfe desselben Anwalts wie Robson und dem Vorwurf, vier Jahre lang Opfer von Michael Jackson gewesen zu sein. Auch dieses Verfahren wurde 2017 mit der Begründung, dass die angeblichen Taten inzwischen verjährt seien, eingestellt.

Entscheidet es sich in dieser Woche?

Angesichts der Gesetzesänderung habe das zuständige Berufungsgericht in Kalifornien nun aber bereits die Entscheidung gefällt, die damaligen Zurückweisungen in beiden Fällen zu kippen. Zwar sei besagte Entscheidung derzeit noch provisorisch und hänge von mündlichen Plädoyers beider Seiten ab, die im Laufe dieser Woche stattfinden sollen. Generell werden derartige Beschlüsse laut dem Bericht aber in den wenigsten Fällen wieder zurückgenommen. Sollte dies auch beim aktuellen Sachverhalt so sein, stünden Safechuck und Robson demnach wieder alle juristischen Türen gegen den Jackson-Clan offen.

RND/spot/stk