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“Megxit”: Warum Meghan und Harry dem Königshaus fehlen werden

  • Herzogin Meghan und Prinz Harry lassen am Dienstag offiziell ihre royalen Pflichten hinter sich.
  • In den vergangenen Jahren hatten ihre Auftritte für viel Euphorie gesorgt – aber auch für Diskussionen.
  • Mit dem Abgang der beliebten Royals hat sich das Königshaus eine Riesenchance entgehen lassen, findet Alisha Mendgen.
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Am Dienstag ist der letzte offizielle Tag für Herzogin Meghan und Prinz Harry als Royals. Vom ersten Tag des Bekanntwerdens der Beziehung zwischen der damaligen “Suits”-Darstellerin und dem Enkel von Queen Elizabeth II. sorgte das Paar mit seiner frischen, modernen Art für viel Euphorie – aber auch für Diskussionen. Dass beide ihre royalen Verpflichtungen nun abgeben, ist bei der Achterbahnfahrt der letzten Jahre nicht verwunderlich. Auch wenn Meghan und Harry sicherlich weiterhin in den Medien präsent sein werden, gibt es doch einige Dinge, die dem britischen Königshaus ohne die beiden fehlen werden.

Symbol des Fortschritts

Mit Meghan und Harry wurde eine neue Ära eingeleitet: Eine geschiedene US-amerikanische Schauspielerin mit afroamerikanischen Wurzeln heiratet in die mächtigste Familie Englands ein. Das hatte es zuvor noch nicht gegeben. Es zeigte vor allem: Die Monarchie kann auch modern.

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Auch die Hochzeit an sich war anders, als es Royal-Fans beispielsweise von Harrys Bruder William und seiner Frau Kate kannten: Weil Meghans Vater aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Hochzeit teilnahm, entschied die heutige Herzogin, die Hälfte des Weges allein zu gehen. Dies wurde im Nachgang von vielen als ein Zeichen einer starken, selbstbewussten Frau gedeutet, ja sogar feministisch. Meghans Familie wurde vertreten von ihrer afroamerikanischen Mutter Doria Ragland, die bei der Trauung ganz vorne dabeisaß. Meghans Wurzeln galten als Repräsentation für so viele Menschen, die im diversen Commonwealth of Nations leben. Noch vor einem Jahr hieß es in einem Instagram-Post, sie wollten mit dem Commonwealth “auf eine gemeinsame Zukunft hinarbeiten, die Fortschritt, Nachhaltigkeit, Optimismus und Maßnahmen vorantreibt”. Die Verbindung zwischen Meghan und Harry löste auch eine Euphorie bei Menschen aus, die sich vorher nicht durch die Royals repräsentiert gefühlt hatten.

Harry und Meghan engagieren sich in neuen Bereichen

Mit Harry und Meghan wurden die Royals nicht nur politischer, sie setzten sich auch mit aktuellen, kontroversen Themen auseinander. So bezeichnete sich Meghan schon vor ihrer Beziehung zu Harry als Feministin und kämpfte auch in ihrer offiziellen Rolle für die Rechte von Frauen. Für Prinz Harry stand auf oberster Agenda die Bekämpfung des Klimawandels. Noch im Dezember des letzten Jahres bezog er sogar politisch Stellung und kritisierte Klimawandelleugner. “Niemand kann die Wissenschaft leugnen”, sagte der Prinz in Botswana. Da der Klimaschutz schon seit langer Zeit Teil des politischen Diskurses ist, kann man diese Aussage durchaus als politisches Statement verstehen.

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Das Paar wird zu Internetstars

Ihre Social-Media-Präsenz spiegelte ihre Beliebtheit wider: Die Hochzeit im Mai 2018 sorgte für eine große Zunahme an Followern ihres gemeinsamen Accounts mit Herzogin Kate und Prinz William, wie die “New York Times” berichtete. Als Meghan und Harry dann ihren eigenen Instagram-Account starteten, lösten sie zum damaligen Zeitpunkt einen Weltrekord aus: Innerhalb von fünf Stunden und 45 Minuten sammelten sie eine Million Follower und sorgten auch für eine Zunahme der Fans auf anderen Royal-Seiten auf Instagram.

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Sie zeigen Verletzlichkeit

Die britische Gesellschaft ist bekannt für die “stiff upper lip”(zu Dt. steife Oberlippe): Ein Sprichwort für die Angewohnheit, nicht über die eigenen Gefühle sprechen zu wollen. Diese Mentalität trifft auf den Großteil der Royal Family zu, aber nicht auf Meghan und Harry. Bereits im ersten gemeinsamen Interview im November 2017 berichteten die damals noch Verlobten über die rassistischen und sexistischen Schmähungen, die sie erfahren mussten. Zuletzt kritisierte das Ehepaar in einer Dokumentation die britischen Tabloids scharf und berichtete von emotionalen Problemen nach der Geburt des Sohnes Archie.

Mit der Etikette

Während ihrer Zeit als arbeitende Royals gab es auch einige Skandale. Thomas Markle, der Vater von Meghan, gab entgegen der royalen Etikette unabgesprochen der britischen Boulevardpresse regelmäßig Interviews und veröffentlichte sogar einen privaten Brief von Meghan. Was die Royals selbst wohl als unangenehmen Skandal verbuchten, zeigte für die meisten Royal-Fans aber: Auch Herzoginnen haben mit familiären Konflikten zu kämpfen. Auch nahm Meghan es mit der royalen Etikette am Anfang nicht ganz so genau: Sie schlug auch gern mal selbst ihre eigene Autotür zu, trug nicht immer wie gewünscht Strumpfhosen und saß neben der Queen mit übereinandergeschlagenen Beinen.

Aber natürlich sind Herzogin Meghan und Prinz Harry auch nach dem “Megxit” nicht aus der Welt. Zuletzt wurde bekannt, dass die Royals mit dem fast ein Jahr alten Archie nach Los Angeles umgezogen sind – beide leben nun in der Nähe von Hollywood und Archies Oma Doria Ragland. Meghan und Harry werden weiterhin Zeit in England verbringen, um die Queen zu besuchen, doch beruflich werden sie wohl nichts miteinander zu tun haben. Meghan und Harrys hart erarbeitete Relevanz und die Euphorie ihrer Fans werden sie nun für eigene Projekte nutzen, um auf andere Weise Fortschritt zu erwirken.

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Video
Prinz Harry bekommt den Segen der Queen
1:08 min
Die britische Königin geht anscheinend wohlwollend mit den Plänen ihres Enkels Harry um. Doch einige Fragen müssen in den nächsten Tagen noch geklärt werden.  © Alisha Mendgen/dpa

RND



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