Marius Müller-Westernhagen spricht über Skandal-Lied “Dicke”

Marius Müller-Westernhagen war zu Gast in der Talkshow 3nach9.

Marius Müller-Westernhagen war zu Gast in der Talkshow 3nach9.

Bremen. Deutschrocker Marius Müller-Westernhagen (70) nimmt seinen umstrittenen Song "Dicke" als Satire in Schutz. Das Lied sei natürlich nie als etwas anderes gemeint gewesen, betonte der Musiker am Freitagabend in der Radio-Bremen-Talkshow "3 nach 9".

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"Es ging im Grunde darum, auszusprechen, was für Gemeinheiten Leute hinter vorgehaltener Hand sagen. Ich habe das immer Eulenspiegeleffekt genannt: Ich versuchte, das aufzuschreiben und das den Leuten ins Gesicht zu halten." Westernhagen betonte aber: "Man hat es mit Ironie und Satire in Deutschland grundsätzlich schwer, weil Leute grundsätzlich immer alles eins zu eins nehmen."

Album "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" neu aufgenommen

Weiter sagte Westernhagen: "Es gab sehr, sehr viele Dicke, die diesen Song auch als Befreiung gesehen haben. Wir haben es in Konzerten immer gehabt, dass Leute, die sehr beleibt waren, auf die Bühne kamen und das wie eine Hymne gesungen und dazu getanzt haben."

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Westernhagen hat nach mehr als 40 Jahren sein Album "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz", auf dem auch "Dicke" ist, neu aufgenommen. Das Album "Das Pfefferminz-Experiment - Woodstock Recordings Vol. 1" soll am 8. November veröffentlicht werden.

Im Lied "Dicke" von 1978 heißt es zum Beispiel: "Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin/Denn dick sein ist 'ne Quälerei" oder "Dicke ham 'n Doppelkinn/Dicke schwitzen wie die Schweine/Stopfen, fressen in sich rin." Die Single geriet zum Skandal, Westernhagen wurde vorgeworfen, sich über fettleibige Menschen lustig zu machen.

RND/dpa

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