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Mario Adorf über Rechtsextremismus: “Einen Führer hatten wir doch schon mal”

  • Mario Adorf hat sich zum Erstarken des Rechtsextremismus geäußert.
  • Er habe “niemals gedacht, dass es so etwas jemals wieder geben könnte”, sagte der Schauspieler in einem Interview.
  • Man habe “allzu bereitwillig das Vergessenwerden der Naziverbrechen zugelassen”.
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Frankfurt/Main. Schauspieler Mario Adorf (89, "Der große Bellheim") treibt das Erstarken des Rechtsextremismus um. "Ich hätte niemals gedacht, dass es so etwas jemals wieder geben könnte: Neonazismus. Rechtsextreme Gewalt. Ein Politiker wird umgebracht, anderen wird mit Mord gedroht", sagte er im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Oder dass ich jetzt lesen muss, wie viele junge Menschen in Europa sich einen starken Führer wünschen. Den hatten wir doch schon mal."

"Vergessenwerden bereitwillig zugelassen"

Man habe "allzu bereitwillig das Vergessenwerden der Naziverbrechen zugelassen", sagte Adorf. Er selbst fühle sich zunehmend dazu verpflichtet, den Jüngeren davon zu erzählen: "Vielleicht war es ja ein Fehler, nicht früher damit angefangen zu haben."

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Im Kino läuft zurzeit "Es hätte schlimmer kommen können", ein Filmporträt von Dominik Wessely über Mario Adorf.

RND/dpa