Mario Adorf: Lasst die Alten die Alten spielen

  • Filmstar Mario Adorf kritisiert, dass jüngere Schauspielerinnen und Schauspieler ältere Charaktere darstellen.
  • „Das ist doch ein Unsinn”, so der 90-Jährige.
  • Es sei das beste Beispiel dafür, dass alte Schauspieler „durchaus was zu bieten haben”.
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Leipzig. Schauspieler Mario Adorf hält es für falsch, wenn jüngere Kolleginnen und Kollegen ältere Charaktere darstellen sollen. „Warum sollen die Jungen die Alten spielen, das ist doch ein Unsinn“, sagte der 90-Jährige dem MDR-Boulevardmagazin „Brisant“. Adorf sah sich in dem Interview am Rande der Nibelungen-Festspiele selbst als bestes Beispiel dafür, dass alte Schauspieler „durchaus was zu bieten haben“.

„Die sagen einfach, der ist so alt”

Nach seiner Beobachtung sei bei der Rollen-Besetzung die Jahreszahl des Geburtsjahres allerdings wichtiger als die Erscheinung: „Die sagen einfach, der ist so alt, da bezahlt die Versicherung nicht zum Beispiel oder: 'Wann haut er endlich ab?‘.“ Stattdessen würden jüngere Kollegen auf alt getrimmt. Das halte er für Unsinn, sagte der 1930 in Zürich geborene Adorf.

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Adorf hatte bei den Wormser Nibelungen-Festspielen persönlich den Mario-Adorf-Preis für besondere künstlerische Leistungen an Barbara Colceriu übergeben. Die 1992 in Frankfurt/Oder geborene Schauspielerin sei für ihre Rolle des Kurfürsten Friedrich von Sachsen in dem Stück „Luther“ von Lukas Bärfuss geehrt worden, teilten die Festspiele am Sonntagabend mit. Der Preis ist mit 10.000 Euro und einer gläsernen Stele mit Drachenmotiv verbunden.

RND/epd

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