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  • Marie Versini: Die kleine Schwester von Winnetou stirbt mit 81 Jahren

Die kleine Schwester von Winnetou: Marie Versini ist tot

  • Die Schauspielerin Marie Versini ist tot.
  • Die Französin spielte erstmals in den 60er-Jahren die kleine Schwester von Winnetou.
  • Versini starb nach schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren.
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Bekannt wurde sie als Winnetous Schwester Nscho-Tschi aus den Karl-May-Verfilmungen. Nun ist die französische Schauspielerin Marie Versini am Montag im Alter von 81 Jahren nach längerer, schwerer Krankheit verstorben. In Guingamp in der Bretagne nahm ihre Familie Abschied. Die traurige Nachricht wurde inzwischen auch auf der Website der Schauspielerin bestätigt. „Sie dankt allen ihren Fans für ihre Freundschaft und Loyalität“, steht dort geschrieben - über einem Bild, welches sie in ihrer bekanntesten Rolle als amerikanische Ureinwohnerin und Häuptlingstochter zeigt.

Laut Informationen der „Bild“-Zeitung stürzte Versini bereits vor zwei Jahren schwer in ihrer Pariser Wohnung. Die Folge waren mehrere Knochenbrüche sowie eine Kopfverletzung. Die Genesung schritt nur langsam voran. Gegenüber „Bild“ erklärte Marie Versini damals: „Nichts ist mehr einfach. Nicht einmal das Warten darauf, dass es noch einmal besser wird.“

Nscho-tschi (Marie Versini) pflegt den verwundeten Old Shatterhand (Lex Barker) gesund. © Quelle: imago images/United Archives
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Bereits 2003 erschien ihre Autobiografie

Versini spielte noch in weiteren Karl-May-Filmen mit, unter anderem in „Der Schut“ und „Im Reiche des silbernen Löwen“. Als Nscho-tschi trat sie erneut in „Winnetou und sein Freund Old Firehand“ auf. Sie liebe Karl-May, er habe ihr viel gegeben, erzählte sie. Beweis: Ihre 2003 erschienene Autobiografie „Ich war Winnetous Schwester: Bilder und Geschichten einer Karriere“.

In dem Buch plaudert sie unterhaltsam über ihre Berufung zur Schauspiel­kunst, ihre Begeisterung für den deutschen Abenteuer­schriftsteller Karl May, ihren frühen Wunsch, Winnetous Schwester zu spielen, sowie über schicksalhafte Begegnungen und Freundschaften wie die mit Lex Barker. In den 1973 verstorbenen Hollywoodstar hatte sich Versini während der Dreharbeiten verliebt.

Versini wurde am 10. August 1940 in Paris als Tochter eines Lehrers geboren, der ihr als Kind aus „Winnetou“ vorgelesen hat. Von da an träumte sie von Nscho-tschi und schlüpfte schon als junges Mädchen in ein Indianerkostüm. Sie begann eine Ausbildung am Conservatoire national supérieur d‘art dramatique, bevor sie mit 17 Jahren zum jüngsten Mitglied der renommierten Comédie-Française in Paris wurde. Mit Filmen wie „Mitsou und die Männer“ und „Junge, mach dein Testament“ begann sie ihre Karriere vor der Kamera.

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In „Winnetou“ von Mario Adorf erschossen

Im Jahr 1962 trat sie in „Das schwarz-weiß-rote Himmelbett“ an der Seite von Thomas Fritsch auf. Die Filmkomödie sollte ihr Leben verändern. Denn durch sie wurde der deutsche Produzent Horst Wendlandt auf Versini aufmerksam, die er für die Rolle der Nscho-tschi engagierte. Im Jahr 1974 heiratete sie den Schriftsteller und Regisseur Pierre Viallet und wirkte in manchen seiner Filme mit, so in „Hommage an Robert Schumann“ aus dem Jahr 2010. Ihre größten Erfolge feierte sie jedoch an der Seite von Pierre Brice als die schöne Häuptlings­tochter Nscho-tschi (Schöner Tag). Erschossen wurde sie im Film übrigens von keinem Geringeren als Mario Adorf – er verkörperte damals den Schurken Santer.

In einer kleinen Rolle trat sie 2016 in der Neuverfilmung „Winnetou – der Mythos lebt“ als ältere Dame auf, die sich mit Karl May über die Gefahren einer Reise ins Indianer­gebiet unterhält. „Ich war Nscho-tschi. Und ich bin es immer noch, nur etwas älter“, sagte sie 2013 der „Badischen Zeitung“.

RND/nis mit dpa und Teleschau

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