Lindenberg und Astro-Alex bekommen Bundesverdienstkreuz

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch verschiedene Akteure mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
  • Neben Musiker Udo Lindenberg wurde auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst ausgezeichnet.
  • Bei der Veranstaltung gab es auch ernste Worte.
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Berlin/Kiel. Astronaut Alexander Gerst (43) wurde am heutigen Mittwoch eine besondere Ehre zuteil. Er ist von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (63) mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Begründung: „Er hat sich um die Wissenschaft in unserem Land verdient gemacht.“

Außerdem habe er geholfen, „die dramatischen Folgen von Umweltverschmutzung und Klimawandel besser zu verstehen – und Lösungen zu entwickeln“, heißt es in dem Text weiter, der neben Gerst auch noch einer Meeresbiologin gewidmet ist. Astro-Alex war ab 3. Oktober 2018 drei Monate lang als erster Deutscher der Kommandant der Internationalen Raumstation ISS.

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Udo Lindenberg und Alexander Gerst erhalten das Verdienstkreuz
1:18 min
Udo Lindenberg und 24 weitere Bürger sind von Bundespräsident Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.  © AFP
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Insgesamt wurden am Mittwoch 23 weitere Frauen und Männer geehrt – darunter Musiker Udo Lindenberg (73), dessen Haltung Steinmeier mit den Worten von Liedermacher Wolf Biermann (82) zusammenfasst: „Warte nicht auf bessre Zeiten / Warte nicht mit deinem Mut“.

Warnung vor Spaltung des Landes

Weitere Ausgezeichnete: die DDR-Bürgerrechtler Eva und Jens Reich, der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Aufarbeitung, Rainer Eppelmann, und der Berliner Fotograf und Filmer Aram Radomski. Steinmeier würdigte die Ausgezeichneten als eine „großartige Mischung aus Bürgerrechtlern und friedlichen Revolutionären, Künstlern und Wissenschaftlern“. Jede und jeder von ihnen habe sich besonders verdient gemacht um das Land. „Es waren mutige Bürgerinnen und Bürger, die damals vorangingen und sich ihre Freiheit erkämpften“, betonte der Bundespräsident.

Kurz vor den Feiern zum Tag der Deutschen Einheit hatten Spitzenpolitiker bei der Veranstaltung die historischen Ereignisse von 1989/90 gewürdigt und vor neuer Spaltung gewarnt. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) warnte als Gastgeber der diesjährigen Feierlichkeiten vor wachsenden Differenzen in der politischen Debatte zwischen Ost und West.

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RND/jwl/spot/epd/msc