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Lily Collins über soziale Medien: “Du darfst nie die Kontrolle über dein Leben abgeben”

  • Eine Amerikanerin, die es überraschend in die französische Hauptstadt verschlägt, spielt Lily Collins in der neuen Netflix-Serie “Emily in Paris”.
  • Im Interview spricht die 30-Jährige über ihre große Liebe, die Vorteile sozialer Medien während der Corona-Pandemie und ihren prominenten Papa Phil Collins.
  • Collins verrät auch, welchen besonderen Moment ihr ein Konzertbesuch kurz vor der Corona-Pandemie beschert hat.
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“Emily in Paris” heißt eine neue Netflix-Serie. Lily Collins spielt darin Emily Cooper, eine ebenso naive wie elegant-ambitionierte Marketingmanagerin, die es per unverhoffter Geschäftsreise an die Seine verschlägt. Trotz mangelnder Sprach- und Ortskenntnisse (und einem Verlobten daheim in Chicago) verfällt die Amerikanerin in Paris dem europäischen Charme. Als wir Collins vor einem Jahr bei den Dreharbeiten im Musée des Arts Forains besuchten, lag die Frage nach ihrer eigenen Liebe daheim in Los Angeles nahe. Die 30-Jährige winkte schüchtern ab: “Ich bin sehr glücklich. Es gibt einen speziellen Mann in meinem Leben.” Den Namen dieses Mannes wollte sie nicht verraten. Das Jahr in Paris hat Lily ganz offensichtlich aufgelockert. Denn zur Verlobung letzte Woche enthüllte sie nicht nur, wie Charlie McDowell beim Heiratsantrag vor ihr auf die Knie gegangen war, sie hielt auch stolz den Verlobungsring in die Kamera.

Auf Twitter schwärmen Sie über Ihren Verlobten: „Ich habe mein ganzes Leben auf dich gewartet.“ Wie haben Sie dann das Jahr überbrückt, als er in Los Angeles und Sie in Paris waren?

Wenn du jemanden wie ihn in deinem Leben hast, dann tust du alles, um ihn zu sehen. Du jettest überall hin, wo die andere Person sich befindet. Wir sind also beide ständig gereist, um zusammen zu sein.

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Sie sind eine Globetrotterin und damit das genaue Gegenteil Ihrer Serienheldin. Wie haben Sie sich auf die Rolle der ahnungslosen Amerikanerin im Ausland vorbereitet?

Ich habe meine amerikanische Seite herausgeholt und mir in Paris ein Apartment gemietet. (lacht) Dort hatte ich dann mehr “Emily”-Momente als geplant. Nicht einmal meine Wohnung habe ich gefunden, weil es so viele ähnlich klingende Straßennamen da gibt. Mein heißes Wasser fiel immer wieder aus, und meine Heizung funktionierte zwei Wochen lang nicht. Als der Fahrstuhl dann kaputtging, bin ich übers Treppenhaus in das falsche Stockwerk gelaufen und habe versucht, eine fremde Tür aufzuschließen.

Wieso das?

Weil in Amerika der erste Stock das ist, was man in Europa Parterre nennt.

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Haben Sie sich auf Französisch entschuldigt, als die fremde Tür aufging?

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Also, ich bin in der Schweiz auf eine französischsprachige Grundschule gegangen und hatte da einige Freunde. Als ich in Paris war, kam dann alles nach und nach zurück. Ich habe sogar auf Französisch geträumt.

Wo sind Sie nach den Jahren in der Schweiz aufgewachsen?

Auf dem Land in England. Am liebsten würde ich durch die Welt reisen und jeweils an Orten sechs Monate lang leben, um die Kultur richtig zu erleben.

Ihr Vater Phil Collins ist vor Corona auf Tournee gewesen. Hatten Sie die Chance, ihn live zu sehen?

Ja, in Los Angeles. Es war die erste Show, bei der ich seit meiner Kindheit war. Mein Vater ist ja davor auch lange nicht aufgetreten. Es war so toll. Ich habe vergessen, dass ich seine Tochter bin und war einfach nur Fan. Bis er mir plötzlich zugewinkt hat und dann einen Song für mich gespielt hat. Es war so, als wären nur er und ich im Saal. Einfach der coolste Moment überhaupt!

Erinnern Sie sich noch an den Moment, an dem Sie als Kind realisiert haben, dass Ihr Vater berühmt ist?

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Ganz genau. Ich war noch ein kleines Mädchen und mit Dad zum ersten Mal in Disneyland in Los Angeles. Er hat mich auf den Schultern getragen. Und plötzlich fragte uns ein Mann, der ein T-Shirt mit Dads Gesicht trug, ob er mit uns ein Foto machen könnte. Es hat mich sehr verwirrt. Aber dann kam ich langsam auf den Zusammenhang.

Lily Collins mit ihrem Vater Phil im Jahr 1991. © Quelle: imago images/Landmark Media

Apropos berühmt, nehmen Sie eigentlich in Europa öffentliche Verkehrsmittel oder haben Sie dann keine ruhige Minute, weil alle Sie anquatschen?

Ich liebe es, in New York die Subway oder in London die Tube zu nehmen. Ich bin eine sehr extrovertierte Person und mag es, Menschen zu treffen und mit ihnen zu reden. Ich hatte bislang nur gute Erfahrungen mit Leuten, die mich angesprochen haben. Ich will einfach mein Leben so normal wie möglich führen – selbst in solch unnormalen Zeiten wie heute.

In “Emily in Paris” sind Sie hochmodisch. Was tragen Sie jetzt zu Hause?

Wissen Sie, was das Beste an einem Videointerview ist, das man von zu Hause aus gibt? (Steht auf und zeigt, dass sie eine Jogginghose trägt) Dass du dich zwar oben glamourös zeigen musst, aber unten bequem sein kannst. (lacht)

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Was tun Sie in diesen verrückten Zeiten, um immer die Ruhe zu bewahren?

Ich meditiere und höre Musik. Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ach ja, und dann natürlich eine große Tasse Tee. Das ist halt die Britin in mir. Tee beruhigt meine Nerven immer, und davon hatte ich in letzter Zeit so einige Tassen!

Gibt es etwas, was sich in Ihrem Leben durch Corona grundlegend verändert hat?

Am ehesten meine Einstellung zu Social Media. Ich fand vorher, dass es einfach nicht nötig ist, Privates von dir preiszugeben. Während des Lockdowns habe ich dann aber gemerkt, wie wichtig es mir ist, durch Social Media den Kontakt zu anderen zu halten und Anteil an deren Leben zu nehmen. Weil man ja selbst nicht reisen oder sie von Angesicht zu Angesicht sehen kann. Wichtig ist, dass man die richtige Balance einhält, was man von sich preisgibt und was man zurückhält. Du darfst nie die Kontrolle über dein Leben abgeben!

“Staat, Sex, Amen”
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