Lars Eidinger: “Inszeniere mich nicht als Obdachloser”

  • Lars Eidinger muss sich gegen Kritik wehren, weil er mit einer Luxustasche vor einem Obdachlosenlager posiert.
  • Der Schauspieler versteht die Kritik nicht.
  • Er inszeniere sich nicht als Obdachloser, sagt der 44-Jährige.
Anzeige
Anzeige

Berlin/München. Schauspieler Lars Eidinger hat sich gegen Kritik an seinem umstrittenen Foto mit einer Luxustasche vor einem Obdachlosenlager verteidigt. Er inszeniere sich nicht als Obdachloser, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Das ist meine ganz normale Kleidung, so laufe ich immer rum, das ist kein Kostüm." An dem Nachtlager für Obdachlose komme er jeden Tag vorbei.

Das gute Stück kostet stolze 550 Euro

Eidinger (44) hatte zusammen mit dem Designer Philipp Bree eine Tasche entworfen, die einer Aldi-Tüte ähnelt und 550 Euro kostet. Das Foto brachte ihm im Netz heftige Kritik ein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Die Bilderserie sei spontan entstanden, ohne Inszenierung, betonte Eidinger. "Das ist eine Hommage an den Alltag und keine ästhetische Ausbeutung von Prekariarität, wie geschrieben wurde." In seiner Kunst gehe es nicht um Moral. "Ich lebe in dem Widerspruch, dass ich privilegiert bin und jeden Tag auf dem Weg durch die Stadt Menschen in Not sehe. Ich bin nicht der Einzige, der in diesem Widerspruch lebt."

Dass sich an Eidinger die Geister scheiden, ist nichts Neues. Der Instagram-Account des Schauspielers und Küsntlers hat so einige überraschende Bilder zu bieten.

Anzeige


dpa/RND