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Kritik von Martin Sonneborn - so deutlich antwortet Dieter Nuhr

  • Martin Sonneborn, Bundesvorsitzender der Sartirepartei Die Partei, sagte kürzlich in einem Interview, dass er Dieter-Nuhr-Auftritte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbieten würde.
  • Jetzt antwortet der Kabarettist.
  • Er nennt Sonneborn einen Scheinpolitiker und kritisiert sein Verhältnis zur Meinungsfreiheit.
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Hannover. Nach der Kritik an Klima-Aktivistin Greta Thunberg musste Kabarettist und Autor Dieter Nuhr zuletzt einiges an Kritik einstecken. Auch Martin Sonneborn, Bundesvorsitzender der Satirepartei Die Partei, äußerte sich in einem Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" äußerst Nuhr-kritisch, indem er sagte, wenn er etwas zu sagen hätte, er Dieter-Nuhr-Auftritte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbieten würde. Nun äußerte sich Dieter Nuhr selbst im Gespräch mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zu jener Kritik.

In typischer Nuhr-Manier nahm der 59-Jährige kein Blatt vor den Mund. Die Aussagen Martin Sonneborns empfinde der Moderator sogar als "sehr ehrlich. Und sie sagt viel über sein Verhältnis zur Meinungsfreiheit. Der Deutsche neigt ja immer mal wieder zum Totalitären. Das ist ja nichts Neues", so Nuhr mit Bezug auf die Anspielung Sonneborns, seine Auftritte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sollten verboten werden.

Dass Sonneborn ihn als "Schein-Kabarettisten" betitelte, kommentiert Dieter Nuhr mit den Worten, er habe zahlreiche Therapiestunden benötigt, um zu erkennen, dass Martin Sonneborn auch nur ein Scheinpolitiker sei. Somit sei für ihn "alles wieder gut".

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"Ich persönlich nehme abweichende Meinungen eher als Herausforderung wahr und nicht als auszumerzendes Übel"

Auch zur Kritik, die Nuhr nach seinen Äußerungen über Greta Thunberg einstecken musste, bezieht der Entertainer Stellung: "Da ich den geistigen Horizont der Kollegen ganz gut einschätzen kann, bin ich selten verwundert. Wunderlich ist dann immer nur der Zeitpunkt und der jeweilige Anlass. Früher war es im Kabarett üblich, den Zeitgeist infrage zu stellen. Das machen heute nur noch wenige. Politische Angepasstheit und Ausgrenzung von Andersdenkenden ist ja auch ein gutes Geschäftsmodell. Ich persönlich nehme abweichende Meinungen eher als Herausforderung wahr und nicht als auszumerzendes Übel." Nichtsdestotrotz betont Nuhr, dass es sich bei 99 Prozent aller Reaktionen nicht um Kritik, sondern vielmehr um Zuspruch gehandelt habe.

RND/HAZ/Ronald Meyer-Arlt