• Startseite
  • Promis
  • Kollegahs Alpha-Mentoring: Vorwürfe gegen das Coachingprogramm des Rappers

Kollegahs Alpha-Mentoring: Vorwürfe gegen das Coachingprogramm des Rappers

Abzocke, Zwang und Verschwörungsfantasien: Die Liste der Vorwürfe gegenüber Rapper Kollegah in einem Bericht des Lifestylemagazins „Vice“ ist lang. So sollen Fans dazu gebracht worden sein, viel Geld für Lebensweisheiten zu zahlen.

Anzeige
Anzeige

Friedberg. Kollegah hat ein Online-Coaching-Programm zur Selbstoptimierung entwickelt. Es trägt den Namen „Alpha-Mentoring“ und richtet sich vor allem an Männer. Dabei gibt der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt, Tipps, wie sich das Leben finanziell und privat verbessern lässt.

Ein Rechercheteam von "Vice" und "Buzzfeed" hat sich in die "Alpha-Armee" des erfolgreichen Rappers eingeschleust, um einen Blick hinter die Hilfe zur Selbsthilfe zu werfen. Das Ergebnis der Recherche: Kollegah und die mit ihm zusammenarbeitende Firma Bauling Consulting sollen ihre Teilnehmer abzocken. "Montagabend, 20 Uhr, BOSS-Call. Kollegah begrüßt seine Alphas im Video-Chat, indem er seine prallen Bizepse in die Kamera streckt" – so die ersten Zeilen des Berichts. Sie waren drin in der Alpha-Community und das für Wochen. Jetzt haben sie auf ihrem Online-Portal ein vernichtendes Fazit gezogen.

2000 Euro für das Mentoring-Programm von Kollegah

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

So soll die offenbar einzige Aufnahmebedingung für das Programm ein Vorgespräch, bei dem die finanzielle Situation des Interessenten offenbar eine übergeordnete Rolle spielte, sein. Denn der Weg zur Selbstoptimierung ist nicht billig. 2000 Euro zahlten die beiden Redakteure dem Bericht zufolge für einen wöchentlichen Gruppenvideochat mit Kollegah, einen Call mit dem Baulig-Consulting-Chef Markus Baulig, Videos zum Thema Selbstoptimierung und den Zugang zu einer privaten Facebook-Gruppe.

Das könnte Sie auch interessieren:
Rapper Kollegah im Interview: "Antisemitismus ist dämlich"

Beim Programm von Kollegah soll Druck ausgeübt worden sein

Laut Recherche des Lifestylemagazins hat der Rapper durch diese Leistungen mehrere Hunderttausend Euro verdient. Der Vorwurf von „Vice“ und „Buzzfeed“: Kollegah biete für die horrenden Beiträge nur wenig Gegenleistung und nutze zudem aus, dass die meisten seiner „Alphas“ Fans sind. Ein weiterer Kritikpunkt, den die Reporter herausstellen, ist der oft nicht zimperliche Umgang beim Mentoring. „Während der Recherche werden wir massiv unter Druck gesetzt und getäuscht. Ein Mitarbeiter will uns selbst dann noch zu einem Vertragsabschluss drängen, als wir in einem Telefonat an einem späten Freitagabend 17 Mal sagen, dass wir keinen Vertrag eingehen wollen“, schreibt das Magazin.

Anzeige

So soll der Rapper Kollegah Verschwörungstheorien verbreiten

Auch die Inhalte des Programms beschreibt „Vice“ als fragwürdig und unseriös. Das Magazin berichtet von einer Sitzung, in der der Rapper behauptet habe, dass die Weltordnung ein „Pyramidensystem“ sei und dass die Menschen, die an der Spitze stehen, direkt Instruktionen von Satan bekämen. Kollegah befeuere mit solchen Aussagen Verschwörungsfantasien, heißt es im Enthüllungsbericht.

Anzeige

Der Rapper selbst hat inzwischen bei Instagram auf die Vorwürfe reagiert und zeigt sich durch die negative Berichterstattung unbeeindruckt. In seiner Story beschwört er noch einmal seine Community zusammenzuhalten.

Von RND/liep