• Startseite
  • Promis
  • Kim Cattrall verlor Freund durch Corona: “Das hat mich bis ins Mark erschüttert”

Kim Cattrall verlor Freund durch Corona: “Das hat mich bis ins Mark erschüttert”

  • Die Serie “Sex and the City” hat Kim Cattrall zum Superstar gemacht.
  • Seitdem kann sie sich ihre Rollen aussuchen – wie zuletzt die in der Serie “Filthy Rich”.
  • Im Interview spricht die 64-Jährige über Geld, Liebe und einen großen Verlust während der Corona-Pandemie.
|
Anzeige
Anzeige

Los Angeles. Kim Cattrall ist stinkreich und superglücklich in der Liebe. Okay, der erste Teil bezieht sich auf den Titel ihrer neuen Serie “Filthy Rich”, die demnächst in den USA startet. Da erbt die “Sex and the City”-Ikone von ihrem Mann den christlichen Fernsehsender Sunshine Network – Wert 2,2 Milliarden. Der fromme Familien-Konzern verspricht Gläubigen den Himmel auf Erden und sündigt auf Teufel komm raus. Aber das mit der Liebe stimmt. Als Cattrall (64) während des Zoom-Interviews verrät, wer der – wie sich herausstellt gar nicht so neue – Mann an ihrer Seite ist, senkt sie die Stimme: “Er hört mit.” Wie bitte? “Ja, er sitzt im Zimmer nebenan.”

Okay, dann reden wir eben erstmal übers Geld. Die Milliarden stehen zwar nur im Drehbuch, aber laut Wikipedia sind Sie zwischen 60 und 75 Millionen Dollar schwer.

(winkt mit einem Lachen ab): Ich wünschte, ich hätte so viel Geld. Aber im Ernst, ich habe mehr, als ich zum Auskommen brauche. Ich bin finanziell sehr konservativ und lasse mein Geld für mich arbeiten. Ich kann mich und meine Familie ernähren, ohne mir je Sorgen machen zu müssen. Das versetzt mich in die glückliche Lage, nur Ja zu Rollen sagen zu können, die zu mir passen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Da Ihr Geld ja für Sie arbeitet, müssen Sie sich ja sehr über den gerade boomenden Aktienmarkt freuen.

Ich habe mein Geld nicht in Aktien angelegt! Das Risiko wäre mir viel zu groß. Ich bin keine Zockerin und will mein Geld auf keinen Fall verlieren. Ich stamme aus einer sehr armen Familie. Wir sind aus Kanada in die USA ausgewandert und es war ein richtiger Kampf. Deshalb schätze ich den Wert von Geld sehr.

Sie kaufen sich also nie Luxusdinge, die Sie nicht wirklich brauchen?

Anzeige

Nein. Ich kenne so einige Leute in Hollywood, die wirklich reich sind und sich alles erlauben, was geht. Ich kann mich mit diesem Lebensstil nicht identifizieren. Ich gebe mein Geld dann lieber für gemeinnützige Zwecke aus, an die ich glaube. Wenn Menschen in Not sind, dann bin ich dabei und spende Geld.

Sagen Sie manchmal “Mensch, habe ich Glück gehabt!”?

Ja. Und: “Mensch, ich habe eine Karriere, die mir erlaubt zu arbeiten, wann und wie ich will.”

Und die Ihnen Zeit für die Liebe lässt. Jetzt sagen Sie uns doch bitte endlich, wer ER ist.

(kichert fast verlegen): Er ist Brite und heißt Russell Thomas.

Wie lange sind Sie schon zusammen?

Anzeige

Wir sind vor acht Monaten ein Paar geworden, als ich durch eine sehr schwierige Zeit gegangen bin. Ich habe an schlimmen Schlafstörungen gelitten und habe darüber ein Stück geschrieben. Das sollte ich für eine Radiosendung der BBC in London aufführen. Und als ich ankam, hat mir die Produzentin Russell vorgestellt und gesagt: “Das ist Russ, er wird sich in den nächsten drei Tagen gut um dich kümmern!”

Das hat er scheinbar auch getan.

Auf jeden Fall. Nach den drei Tagen habe ich ihn gefragt, ob er mich nicht zum Edinburgh Film Festival begleiten will. Und danach nach Australien. Dann habe ich ihn auch mit nach Vancouver gekommen und er hat meine Familie kennengelernt. Je mehr wir zusammen waren, desto sicherer war ich mir, dass er der richtige Mann für mich ist. Wir sind uns sehr, sehr nah und seit unserem ersten Treffen nicht mehr getrennt gewesen.

Wo sind Sie jetzt gerade?

Noch in Kanada. Meine Mutter lebt hier in einem Seniorenheim und ich will in ihrer Nähe sein. Gott sei Dank erlaubt Kanada, dass man auch als unverheiratetes Paar einreisen kann. Denn als Brite hätte Russ wegen Corona allein nicht ins Land gekonnt. Ich könnte mir einfach nicht vorstellen, wie es wäre, das alles gerade ohne ihn durchmachen zu müssen.

Macht Ihnen die Corona-Situation Angst?

Anzeige

Wir haben leider einen guten Freund am Anfang der Pandemie verloren. Der war so alt wie ich. Das hat mich bis ins Mark erschüttert. Und das hat mich dazu gebracht, in mich zu gehen, mir klar zu machen, wo ich gerade bin und wo ich hin will.

In ihrer Serie wird die heuchlerische Seite von Religion offengelegt.

Ist das wirklich nach so vielen Jahrhunderten noch für irgendjemanden überraschend, dass religiöse Menschen nicht unfehlbar sind?

Glauben Sie an Gott?

Meine Eltern waren nicht religiös. Ich bin zwar auf die Sonntagsschule der örtlichen Kirche gegangen, aber nur, weil ich dort singen und Stücke aufführen wollte. Bei der Bibelkunde habe ich nicht hingehört, die christliche Botschaft hat mich nicht interessiert. Doch nun bin ich in meinen 60ern und sehe die Sache etwas anders. Vielleicht hat Gott ja doch ein paar Antworten für mich parat.

Vielen Fans fehlt “Sex and the City”. Was hat es zu einer der größten Kultserien aller Zeiten gemacht?

Wir haben mit der Serie den Zeitgeist getroffen. Denn wir haben so direkt wie nie zuvor gezeigt, wie Frauenfreundschaften wirklich sind, wie offen Frauen mit Sexualität umgehen und wie sie unter sich reden. Es war für viele Frauen befreiend, das zu sehen. Gott sei Dank ist es heutzutage ja Normalität.



“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen