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  • Kevin Costner in "Yellowstone": So ließ er sich zur neuen Version von "Bonanza" überreden und darum nervt in Politik

Kevin Costner: „Ich hasse Politik und lasse mich da nie reinziehen“

  • Heute ist Deutschlandpremiere der Serie „Yellowstone“ mit Kevin Costner in der Hauptrolle eines Landbarons in Montana.
  • Eigentlich mag der 65-Jährige keine Serien, doch die Produzenten haben ihn mit einer Notlüge gelockt.
  • Im Interview spricht Costner über die Schwierigkeiten des Landbesitzes, Politik, die ihn nervt, und darüber, was ihm seine Familie bedeutet.
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Hat Kevin Costner schon einmal eine Serie gemacht? Ja, es hat bloß kaum einer gemerkt. In „Hatfields and McCoys“ war er nur in drei Folgen zu sehen. Offenbar hat der 65-Jährige etwas gegen lange TV-Verpflichtungen. Die Produzenten von „Yellowstone” (hat am heutigen Tag Deutschlandpremiere auf Sony AXN) lockten deshalb den Oscargewinner mit der Aussicht, dass es nur eine Staffel für die moderne Version von „Bonanza“ geben wird. Als Landbaron John Dutton muss Costner sich in Montana mit Behörden, Rivalen und Familie herumschlagen. In den USA gehört die Serie zu den erfolgreichsten Kabelserien und geht mittlerweile in die dritte Staffel – mit Cowboy Costner. Die vierte Staffel wird derzeit gedreht.

Waren Sie nicht sauer, als Sie erfuhren, dass es doch keine einmalige Rolle sein würde?

Ich war sogar kurz davor, alles hinzuwerfen. Doch ich hab dann schnell realisiert, dass ich doch bereit war, etwas zu tun, was ich ursprünglich nicht so geplant hatte.

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Wie groß ist der Unterschied zwischen Leinwand und Bildschirm?

Für mich ist es kein Unterschied. Der Dreh geht morgens früh los und endet spät abends. Und ich bereite mich genau so übergründlich auf meine Szenen vor, als wäre es ein Kinofilm. Auch wenn ich nur einen kleinen Auftritt hier und da habe.

Sie drehen mitten in der Covid-Pandemie. Was bedeutet das?

Wir arbeiten unter strengen Auflagen. Zwischen den Szenen muss jeder eine Gesichtsmaske tragen. Ich werde jeden Montag, Mittwoch und Freitag auf das Virus getestet. Und als es den Verdacht gab, dass mein Assistent sich mit Covid-19 angesteckt haben könnte, musste ich mich in Quarantäne begeben.

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Mit anderen Worten – sie waren in der zeit arbeitslos.

Allerdings nur für eine Woche. Ich schätze mich glücklich, in diesen schweren Zeiten überhaupt arbeiten zu dürfen!

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Wie sehr macht es Ihnen etwas aus, wenn Sie von Ihrer Familie getrennt sind?

Ich vermisse meine Frau und meine Kinder unheimlich. Niemand darf das geschlossene Set in Montana verlassen. Ich schreibe meinen Kindern jeden zweiten Tag kleine Briefe und dann telefonieren wir.

Per Video?

Na klar. So kann ich dann sehen, ob sie schon wieder gewachsen sind. Und ich kann ihnen in die Augen schauen, wenn ich ihnen sage, wie stolz ich auf sie bin.

Was ist das Wichtigste, was Sie Ihren Kindern mit auf den Lebensweg geben können?

Die Neugier darauf, was in der Welt gerade geschieht. Meine Jüngeren sind 13, 11 und 10 und ich spreche regelmäßig mit ihnen über alles Wichtige, was in unserer Gesellschaft und in der Welt vor sich geht. Ich versuche ihnen vorzuleben, dass man über seinen Tellerrand hinausschauen soll. Am besten geht das übrigens durch Reisen. Weil man dann sieht, dass es auch noch andere wundervolle Lebensweisen gibt, von denen man sonst nie erfahren hätte.

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Ihrem Serienheld John Dutton geht das Wohl seiner Familie über alles. Wie ähnlich sind Sie ihm darin?

Sehr. Deshalb kann ich mich so gut in ihn hineinversetzen. Wie einem das Leben der Menschen, die man liebt, wichtiger wird als sein eigenes. Und wenn irgend ein Soziopath meine Liebsten bedrohen würde, dann wäre das ein fataler Fehler für ihn. Ich kann dann so tödlich sein wie kein anderer.

Sie besitzen eine Ranch, das scheint nicht einfach zu sein, oder?

Und so wie John Dutton bin ich wegen behördlicher Auflagen manchmal ziemlich gefrustet. Wenn du Land besitzt, dann kannst du leider nicht all das damit machen, was du gerne tun willst. Grundsätzlich bin ich dafür, die Natur so unberührt wie möglich zu belassen. Gesetze und Regeln müssen gut durchdacht sein und auf gesundem Menschenverstand basieren.

Gesetze werden von Politikern gemacht...

Ich hasse die Politik und lasse mich da nie reinziehen. Auf der anderen Seite halte ich auch nie mit meiner Meinung hinterm Berg. Aber nicht, um den Leuten vorzuschreiben, wie sie zu denken oder wen sie zu wählen haben. Ich informiere alle einfach, was ich mache und denke.

Weihnachten steht vor der Tür. Was sind die Traditionen im Hause Costner?

Ich bin ein sehr religiöser Mensch und Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus. Mir ist es wichtig, dass wir Weihnachten alle zusammen sind. Meine Frau Christine schafft es immer wieder, dass unser Haus unglaublich warm und einladend ist. Sie hat daraus eine Kunstform gemacht.

Haben Sie Wünsche zum Fest?

KC: Dass wir als Familie noch möglichst viele Weihnachten zusammen feiern werden. Ich will meine Kinder aufwachsen sehen. Ich will die Partner kennenlernen, die sie sich auswählen. Und ich will mit Christine um die Welt reisen.

Sony AXN wird die erste Staffel ab dem 24. November immer dienstags um 21.10 Uhr zeigen.

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