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Wasser statt Cola: Karl Lauterbach lobt Cristiano Ronaldo – ein Fan ist er trotzdem nicht

  • Dass er sehr viel lieber Wasser als süße Brause mag, macht Superstar Cristiano Ronaldo bei einer EM-Pressekonferenz deutlich.
  • Dafür gibt es jetzt Lob von unerwarteter Stelle.
  • SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach findet den Verzicht auf Coca-Cola gut, Ronaldo aber trotzdem nicht uneingeschränkt sympathisch.
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Lieber Wasser statt süßer Limonade: Mit dem kamerawirksamen Entfernen von zwei Coca-Cola-Flaschen bei einer EM-Pressekonferenz hat der portugiesische Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo für Schlagzeilen gesorgt. Beim Brausegiganten dürfte sich der 36-Jährige damit kaum Freunde gemacht haben, beim SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach kommt die Aktion dagegen gut an.

„Ich müsste lügen, Ronaldo einen Sympathieträger zu nennen. Aber wenn er sich für ‚Wasser statt Cola‘ einsetzt ist das sehr lobenswert“, schrieb Lauterbach am Mittwochnachmittag bei Twitter. „Cola mit Zucker ist gerade für Jugendliche sehr ungesund und wird in ärmeren Ländern viel zu viel konsumiert“, so der Politiker weiter. Ein Glas mit 250 Millilitern Cola enthält 27 Gramm Zucker, das entspricht sieben Zuckerwürfeln.

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Hintergrund: Cristiano Ronaldo hatte bei einer Pressekonferenz am Montag zwei Coca-Cola-Flaschen des Turniersponsors weggestellt. Stattdessen griff er zu einer Wasserflasche, hielt sie kurz in die Höhe und verkündete: „Wasser“.

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Cristiano Ronaldo schiebt Softdrinks weg – „Trinkt Wasser!“
0:41 min
Der fünfmalige Weltfußballer schiebt bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Ungarn die Softdrinks zur Seite und sagt: „Trinkt Wasser!“  © Reuters

Auch Pogba räumte bei einer Pressekonferenz auf

Medien spekulierten nach der Aktion Ronaldos auch über negative Folgen für den Aktienkurs des Brauseunternehmens. Der sank am Montag kurz nach Handelsbeginn in New York deutlich um 1,6 Prozent, der Börsenwert von Coca-Cola ging entsprechend um rund 4 Milliarden Dollar zurück. Ob es aber tatsächlich einen Zusammenhang mit der Aktion Ronaldos gibt, scheint fraglich: Die sorgte erst am Dienstag durch zahlreiche Medienberichte für Aufmerksamkeit.

Wahrscheinlicher ist dagegen, das Ronaldo einen prominenten Nachahmer inspiriert hat: Auch Paul Pogba räumte auf einer EM-Pressekonferenz erst einmal den Tisch vor sich auf. Ohne eine Miene zu verziehen griff der französische Stürmerstar am Dienstagabend nach dem 1:0-Sieg gegen Deutschland nach einer gut sichtbar platzierten Flasche alkoholfreien Biers des EM-Sponsors Heineken und stellte sie auf den Boden – aus dem Sichtfeld der Kameras. Zwei Cola-Flaschen auf dem Tisch ignorierte er.

RND/seb, mit dpa

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