Nach antisemitischen Posts

Instagram und Twitter sperren Kanye West

Der US-Rapper Kanye West.

Der US-Rapper Kanye West.

Los Angeles. Die Dienste Twitter und Instagram haben den Rapper Kanye West wegen mehrerer Posts gesperrt, die weithin als antisemitisch angesehen wurden. Sprecher von Twitter und der Instagram-Muttergesellschaft Meta bestätigten am Sonntag, dass Ye, wie der Musiker genannt werden will, gegen ihre Nutzerrichtlinien verstoßen habe.

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In einem Tweet vom Samstagabend postete West, er werde bald „Death Con 3″ für jüdische Menschen einführen. Das war offensichtlich eine Anspielung auf die Skala, mit der die Einsatzbereitschaft des US-Militärs gemessen wird. Sie ist bekannt als Defcon. In demselben Tweet, der von Twitter entfernt wurde, teilte er mit: „Ihr habt mit mir gespielt und versucht, jeden anzuschwärzen, der sich eurer Agenda widersetzt.“

Elon Musk feierte Twitter-Rückkehr von Kanye West

Nachdem West Medienberichten zufolge bereits seit Freitag bei Instagram gesperrt wurde, setzte er - erstmals seit knapp zwei Jahren - wieder einen Tweet ab. Tech-Milliardär Elon Musk, der gerade versucht, Twitter zu übernehmen, feierte die Rückkehr am Samstag umgehend: „Willkommen zurück bei Twitter, mein Freund!“, twitterte er. Neben dem inzwischen gelöschten Beitrag schrieb West am Samstag noch mehrere Tweets, in denen er unter anderem Unterstützung für die Proteste im Iran forderte.

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Kanye West trägt antisemitischen Slogan auf T-Shirt

Der Rapper war erst vor wenigen Tagen in die Kritik geraten, weil er bei der Vorstellung seiner neuen Kollektion während der Modewoche in Paris ein T-Shirt mit der Aufschrift „White Lives Matter“ getragen hatte. Sein Rapper-Kollege Sean „Diddy“ Combs sagte in einer Videobotschaft bei Instagram, er unterstütze das Shirt nicht, und forderte die Menschen auf, es nicht zu kaufen. Auf Instagram postete West den Screenshot eines Austauschs mit Combs und deutete Medienberichten zufolge an, dass dieser von Menschen jüdischen Glaubens kontrolliert werde.

Die beiden sozialen Netzwerke Twitter und Instagram verbieten in ihren Richtlinien das Posten von beleidigenden Äußerungen. Wests Twitter-Konto ist zwar noch aktiv, aber er kann nicht posten, bis die Suspendierung nach einer unbestimmten Zeit endet.

RND/AP und dpa

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