Jetzt offiziell: Julian Assange und Stella Moris heiraten im Gefängnis

  • Bereits vor einigen Wochen hatten britischen Behörden Julian Assange erlaubt, im Gefängnis seine Partnerin Stella Moris zu heiraten.
  • Jetzt macht es der Wikileaks-Gründer offiziell und unterzeichnet die notwendigen Dokumente.
  • In England muss eine Hochzeit mindestens 29 Tage vorher angemeldet werden.
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London. Julian Assange und seine Partnerin Stella Moris haben offiziell ihre Hochzeit angekündigt. Sie hätten im Londoner Gefängnis Belmarsh, in dem der Wikileaks-Gründer inhaftiert ist, die notwendigen Dokumente unterzeichnet, meldete die Nachrichtenagentur PA am Mittwoch. Ursprünglich hätten sie bereits vor drei Wochen einen Termin für diesen vorgeschriebenen Schritt gehabt, sagte Moris. Die britischen Behörden hätten die Ehe aber verhindern wollen, das habe zu Verzögerungen geführt. Das Paar lernte sich kennen, als Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London lebte. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder im Alter von vier und zwei Jahren.

In England muss eine Hochzeit mindestens 29 Tage vorher angemeldet werden. Die Zeremonie muss dann innerhalb eines Jahres nach dieser Anmeldung stattfinden.

Gegen Assange läuft in Großbritannien ein Auslieferungsverfahren. Die US-Justiz will ihm wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem gebürtigen Australier drohen dort bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Vorgeworfen wird dem 50-Jährigen, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er habe damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht. Seine Unterstützer sehen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte.

RND/dpa

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