Jetzt aber wirklich: Goodbye, Harry und Meghan!

  • Es gab etliche “letzte” Auftritte von Harry und Meghan – bis das Coronavirus dazwischen kam.
  • Doch nun ist es so weit: Ab dem 1. April gehört das ehemalige Lieblingspaar der Briten nicht mehr zu den Vollzeitroyals.
  • Dann sind die Sussexes so privat unterwegs, wie britische Royals eben privat sein können.
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London. Es ist keineswegs so, dass sie nicht ausreichend “Goodbye” und “Auf Wiedersehen” gesagt hätten. Der Herzog und die Herzogin von Sussex hangelten sich vielmehr bei ihrer mehrtägigen Abschiedstour Anfang März durch Großbritannien von einem letzten Termin zum nächsten.

Einmal erschienen sie mit Hollywood-Strahlen bei englischem Wetter auf einer Preisverleihung. Dann wieder glänzte Meghan in roter Abendrobe, während Prinz Harry nochmals die volle Uniform mitsamt Behang ausführen durfte. Und beim wirklich allerletzten Auftritt in der Westminster Abbey, da saßen sie pflichtbewusst die offensichtlichen Spannungen mit dem Rest der royalen Familie auf ihren Kirchenplätzen aus. Sie im Dreiviertelkleid mit Cape und Hut, er trug ein bemühtes Lächeln.

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25.09.2017, Kanada, Toronto: Frisch verliebt: Der britische Prinz Harry und die damalige US-Schauspielerin Meghan Markle schauen sich im Rahmen der Invictus Games ein Rollstuhltennis-Spiel an. Kennengelernt haben sollen sie sich etwa ein Jahr zuvor.  @ Quelle: Danny Lawson/Press Association/d
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Die schönen Fotos zierten tagelang den Boulevard. Doch das war Anfang März, seit Corona ist die Welt eine andere. Und so ist der endgültige Abschied der beiden aus der “Firma” denn auch ein leiser. Ab April sind die Sussexes keine Vollzeitroyals mehr, verzichten auf die Anrede “Königliche Hoheit” und nehmen keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus wahr, sondern wollen “finanziell unabhängig” leben – Hollywood ruft bereits und Ex-Schauspielerin Meghan folgt, wie ihre Sprecherrolle im neuen Disney-Film “Elephants” belegt.

Privilegien fallen weg

Etliche Privilegien fallen jedoch ebenfalls weg, soll an dieser Stelle betont werden. Insbesondere hier beginnen die Schwierigkeiten. Wer bezahlt künftig für die Sicherheit des abtrünnigen Paars? Nachdem bekannt wurde, dass die beiden, Stichwort Privatsphäre, mit Sohn Archie von Kanada ins bekanntlich paparazzifreie Los Angeles gezogen sein sollen – das Boulevardblatt sprach von einem “Megxit 2” – schaltete sich US-Präsident Donald Trump auf Twitter ein und betonte, Amerika würde nicht für die Kosten des Personenschutzes aufkommen. “Sie müssen zahlen”, so Trump, der derzeit offenbar keine drängenderen Probleme zu haben scheint, als sich um die Rastlosigkeit der Aussteiger-Royals zu kümmern.

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Trump will nicht für Harry und Meghan zahlen
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Prinz Harry und Herzogin Meghan sollen sich entschieden haben, einige Zeit in den USA zu verbringen.  © Katrin Pribyl/Reuters

In einer Stellungnahme von Prinz Harry und seiner Frau hieß es daraufhin, man wolle die US-Regierung nicht um Hilfe bei der Finanzierung der Sicherheitskräfte bitten. Stattdessen berichten Medien, dass der Herzog und die Herzogin noch diese Woche auf Instagram ihre neue Marke sowie ihre neue Wohltätigkeitsorganisation vorstellen wollen.

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Sie scheinen trotz der zahllosen Patzer und Pannen der vergangenen Monate ihr Gefühl für schlechtes Timing nicht verloren zu haben. Im Königreich herrscht Coronavirus-Krise, die Zahl der Todesopfer steigt täglich rasant, das Land ist im Lockdown. Wortmeldungen der Sussexes über die eigene Zukunft stoßen den Briten mehr als auf, wie der wütende Aufschrei in den sozialen Medien zeigt. Harry und Meghan seien “ziemlich irrelevant”, meint Königshausexpertin Penny Juno. Fürs Erste würden sie wahrscheinlich zu einer fernen Erinnerung werden. “Es ist sehr traurig.”

Bei der Traumhochzeit von Harry und Meghan freuten sich noch alle

Dabei sollte doch alles ganz anders kommen. Das britische Fußvolk freute sich im Kollektiv, als der charmante Rotschopf, ehemals Party- und Problemprinz, mit Meghan Markle endlich seine Liebe fand, schwenkte Fähnchen, als das Paar Traumhochzeit feierte und war entzückt, als die beiden Eltern von Archie wurden.

Hier präsentierte sich die neue, die moderne Seite der mitunter verstaubten, traditionsverliebten Monarchie. Die US-amerikanische Ex-Aktivistin und Tochter einer dunkelhäutigen Mutter würde gemeinsam mit Prinz Harry das britische Königshaus ins neue Zeitalter führen, gar retten. So jedenfalls jubelte die Weltpresse.

Mittlerweile hat es sich ausgejubelt – nach unzähligen Negativschlagzeilen über Streitigkeiten zwischen Harry und Bruder Prinz William, über “Duchess Difficult”, “die schwierige Herzogin” Meghan, die Medienberichten zufolge mit ihrer Rolle als hübsche Händeschüttlerin und stimmlose Krankenhauseinweiherin haderte.

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Boulevardpresse schlug verbal auf Meghan ein

Während einige Kritik sicherlich gerechtfertigt war, schlugen Teile der Boulevardpresse verbal ohne Erbarmen auf die 38-Jährige ein. Und das nicht nur, weil das Paar ein privates Leben in der Öffentlichkeit zu führen wünschte, was ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen war.

Für Ärger sorgte unter anderem, dass die beiden Jets für Urlaube nutzten, sich weigerten, Archies Taufpaten preiszugeben, sowie die Herzogin bei einem Besuch in Wimbledon Bodyguards vorschickte, um Fanfotos von sich zu verhindern. Das Paar verwische die Linien zwischen “royal” und “prominent”, schimpften Kolumnisten, die darauf hinwiesen, dass der Steuerzahler den Großteil der Ausgaben für die Sussexes übernimmt.

Keine zwei Jahre nach ihrer Vermählung gaben der Herzog und die Herzogin auf und verkündeten ihren halben Rücktritt, der nach mehreren Krisengipfeln mit der Queen in einen vollen Austritt mündete. Ab morgen sind die Sussexes so privat, wie britische Royals eben privat sein können.

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