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Jennifer Lopez und Shakira vor dem Super Bowl: Nicht ganz auf einer Wellenlänge

  • Jennifer Lopez und Shakira stehen während der Halbzeitshow des Super Bowl gemeinsam auf der Bühne.
  • Völlig geeint scheinen sie während einer Pressekonferenz vor dem Megasportereignis allerdings nicht.
  • Immerhin verbindet sie die Trauer um Basketballstar Kobe Bryant.
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Miami. Der Raum im Hilton Hotel in Miamis Innenstadt war bis zum Bersten gefüllt. Kein Wunder, traten doch in der Latino-Hauptstadt der USA gleich zwei Weltstars mit lateinamerikanischen Wurzeln auf: Jennifer Lopez und Shakira.

Wie es sich für wahre Diven gehört, kamen die beiden Damen gehörig zu spät. Rund eine halbe Stunde warteten Journalisten und Sponsoren auf den Auftritt vor dem großen Auftritt am Sonntag. Denn die zwei Topstars saßen wegen der Halbzeitshow beim Super Bowl, des Finale der Footballliga NFL, zusammen – die bestreiten sie gemeinsam, zum ersten Mal stehen sie auf einer Bühne. Und sie hatten eine Kernbotschaft für die Welt: Mach dein Ding, du musst es nur wollen.

Mehr Ehrgeiz schien Jennifer Lopez in Sachen Super Bowl zu haben, denn die 50-jährige New Yorkerin hätte wohl wesentlich lieber allein auf der Bühne gesessen und das Hard-Rock-Stadion in der Halbzeit des Super Bowl auch gern solo bespielt. Während der gesamten, knapp halbstündigen Fragerunde merkte man, dass sich J.Lo eigentlich als der wahre große Latinostar sieht. Wurden beide Ladys gefragt, war es Lopez, die als Erste antworten wollte. Shakira hingegen kam häufig als Zweite dran – oder war einfach entspannter.

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Geeint in der Trauer um Basketball-Legende Kobe Bryant

Einig waren sich die beiden Megastars aber in ihrer Trauer um Basketball-Legende Kobe Bryant. J.Lo richtete auch Beileidsgrüße ihres Verlobten Alex Rodriguez aus. Der frühere Baseballstar war seit Jugendtagen mit Bryant befreundet.

Die tiefergründigen Aussagen allerdings, die kamen von Shakira. Die gebürtige Kolumbianerin schilderte ausführlich, wie wichtig dieser Auftritt für die Latinogemeinde in den Vereinigten Staaten und für das Land als multiethnische Nation sei. Der Seitenhieb in Richtung Weißes Haus war unüberhörbar. „Es ist egal, woher du kommst, welches Geschlecht du hast, welches Alter und welche Hautfarbe – was einzig zählt, ist die Größe deines Traums“, sagt Shakira, die am Super-Bowl-Sonntag 42 Jahre alt wird.

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Diese Show soll laut Sponsor und Ausrichter Pepsi die größte mit den meisten Hits und den meisten Tänzern werden, die es bisher zu sehen gab. Die Superlative bei dieser größten Musikshow des Planeten toppen sich Jahr für Jahr. Die größte Neuerung für das Zwölf-Minuten-Konzert diesmal ist wohl, dass die gesamte Performance inklusive Pregameshow, Hymne und Darbietung von „America the Beautiful“ diesmal praktisch live als Album bei allen großen Streamingdiensten abgerufen werden kann. Das Livealbum zum Livehören sozusagen. Soulsängerin Yolanda Adams aus Houston wird „Amerika the Beautiful“ singen, die Hymne trägt Popstar Demi Lovato vor. Das Album „Super Bowl LIV Live“ wird am Sonntag verfügbar sein, ein sogenanntes Visual-Album soll bereits ab heute bei einzelnen Anbietern herunterzuladen sein.

Ein Football fürs Publikum

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Bei der Show sollen übrigens auch Kinder mitmachen – dem Vernehmen nach auch J.Los eigener Nachwuchs. Die Frage allerdings ließ J.Lo abprallen: „Es wird bestimmt ganz interessant und spannend und geladen mit den spektakulärsten Momenten, aber wir arbeiten so hart an dieser Show, dass wir nichts vorher verraten wollen.“ Verraten wurde immerhin, was fünf Minuten vor dem Auftritt so durch den Kopf gehen wird. Zumindest von Shakira, die ihre Hände in buddhistischer Manier vor ihrem Gesicht faltete und nur „Om“ sagte. Der Rest der Meditationsgeste ging aber in ihrem herzlichen Gelächter unter.

Beide Damen, J.Lo in klassisch-elegantem Weiß und Shakira lässig mit „Guns n’ Roses“-T-Shirt und löchriger Jeans, sahen natürlich betörend gut aus – allerdings punktete Shakira deutlich mehr mit Spontaneität und Emotion, bei Jennifer Lopez schien jede Geste präzise einstudiert. Obwohl – auch da gab es eine Ausnahme: eine besondere Variante von James Cordens „Car Karaoke“ nämlich. Wo Corden während der Pressekonferenz steckte, ist nicht überliefert – dafür waren aber seine Eltern da, Malcolm und Margaret. Da die rüstigen Briten ihren prominenten Sohn schon zu den Grammys begleitet hatten, war der Abstecher nach Miami ja nur noch ein Katzensprung. Und Corden senior hielt eine Überraschung für J.Lo bereit. Er stimmte ihren Hit „Jenny from the Block“ an und brachte sie tatsächlich ein paar Takte zum Singen – bis sie ihm zurief: „Du bist in der falschen Tonart.“ Corden senior erläuterte später, dass das beim Tenorsaxofon immer so sei. Immerhin aber lockte er J.Lo tatsächlich aus der Reserve. Das klappte auch beim traditionellen Werfen des Spielballs ins Publikum. Am Ende wirkte la Lopez locker wie Shakira, die ganz schüchtern fragte „Darf ich den Ball behalten?“ und sich nur ungern mit der Antwort zufriedengab, nein, sie müsse ihn schon ins Publikum werfen.

Das tat sie dann auch – und stellte unter Beweis, dass ihr der Fußball, wie ihn Gatte Gerard Piqué spielt, doch näher ist. Der Begeisterung über den Auftritt der beiden Diven vor dem Auftritt tat der etwas verunglückte Wurf aber keinen Abbruch. Kein Zweifel, das wird eine Megashow Sonntagnacht.

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