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Jamie Oliver spricht unter Tränen über seine Restaurantpleite

  • Jamie Oliver ist als erfolgreicher Koch berühmt geworden, bekannt wurde er vor allem durch die Restaurantkette Jamies Italian.
  • Doch im Mai dann die Pleite: Bis auf drei seiner Restaurants in Großbritannien musste er in dem Land alle schließen.
  • Jetzt spricht er erstmals über die Pleite – dabei fließen auch Tränen.
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Jamie Oliver ist als erfolgreicher Koch berühmt geworden, bekannt wurde er vor allem durch die Restaurantkette Jamies Italian und seine Kochshows und -bücher. Doch in diesem Jahr lief es alles andere als gut für den 44-Jährigen. Im Mai wurden nahezu alle seiner Restaurants in Großbritannien geschlossen, lediglich drei Geschäfte blieben geöffnet. Rund 1000 Mitarbeiter verloren ihren Job.

Nun sprach er in der „Daily Mail“ über den Zusammenbruch seines Imperiums und seine Pläne für die Zukunft. Irgendwann sei ihm das Geld ausgegangen, heißt es in dem Bericht. Das sei hart für ihn gewesen. Zu seinem Erfolg sagt er dennoch: „Ich hatte das Beste davon – ich kenne niemanden, der es besser hatte als ich – und ich hatte das Schlimmste davon – so das ist das Leben.“ Doch nicht nur für ihn sei es schwer gewesen: Für alle Briten, die in dem Land ein Geschäft hatten, sei es in den vergangenen Jahren nicht leicht gewesen.

Tränenreicher Besuch im ehemaligen Restaurant

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Im August brach Oliver schließlich zusammen, als er das mittlerweile ebenfalls geschlossene Restaurant Fifteen in London besuchte, das er 2002 als Teil der Dokumentation „The Naked Chef Bares All“ (Channel 4) eröffnete. Sowohl er als auch der Moderator sollen sehr emotional reagiert haben, als Oliver über sein Imperium, den Stress und all das was nicht rund lief, redete. Er sei „naiv“ gewesen und „wisse nicht“, wie man ein Geschäft erfolgreich führe, sagte er. Doch das Schwierigste sei für ihn gewesen, den Mitarbeitern mitzuteilen, dass sie keinen Job mehr hätten.

Schließlich bricht er in Tränen aus: „Mein Gott. Es ist schwierig.“ Hinter dem Restaurant stecke für ihn viel mehr als nur ein Geschäft. Er wollte junge Menschen aus benachteiligten Verhältnissen zu Köchen ausbilden. Viele von ihnen seien noch lange in der Branche tätig gewesen.

Oliver nennt Brexit als Ursache

In der Vergangenheit nannte Oliver bereits einen Grund für die Pleite: den Brexit. Der Fernsehkoch glaubt, dass die Menschen nach dem Referendum 2016 aufgrund von Unsicherheiten aufgehört hätten, in Restaurants zu essen. Auch die Welt und die Konkurrenz hätten sich verändert. Oliver hätte sich weniger von ihnen unterschieden als zu Beginn seiner Karriere. „Wenn es dann zu dieser Kettenreaktion kommt, werfen Sie ein bisschen Brexit hinein, sagen Sie das B-Wort, das Vertrauen geht und die Gewohnheiten der Menschen ändern sich.“ Experten hingegen meinen, dass auch Apps für Take-away-Essen dazu beigetragen hätten, dass die Gewinne sinken. Noch vor zwei Jahren steckte Oliver etwa 12,7 Millionen Pfund in die Geschäfte – ohne Erfolg.

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Doch der Starkoch gibt nicht auf. Seine Überlegung: nach dem Brexit wieder Restaurants zu eröffnen. Doch zunächst wolle er die Auswirkungen dessen abwarten.

In 25 Ländern hat er dagegen noch 65 internationale Standorte, auch andere Teile von Fifteen Cornwall sollen noch bestehen, da es als Franchise-Unternehmen von einer Lebensmittelstiftung geführt wird. Außerdem hat er weiterhin Kooperationen mit Unternehmen wie Shell und Tesco. Die italienische Marke Jamie hingegen ist derzeit nur in Großbritannien über ein Franchise-Unternehmen am Flughafen Gatwick vertreten.

RND/ce


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