James Franco wehrt sich gegen Vorwürfe sexueller Nötigung

  • Ex-Schülerinnen der Schauspielschule von Schauspieler und Regisseur James Franco werfen ihm sexuelle Nötigung vor.
  • Beim Gericht in Los Angeles ist eine Klage gegen ihn eingegangen.
  • Franco streitet die Vorwürfe ab.
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Los Angeles. US-Schauspieler und Regisseur James Franco (41) hat sich erneut gegen Vorwürfe der sexuellen Nötigung zur Wehr gesetzt. Solche Vorwürfe seien schon früher aufgetaucht und widerlegt worden, wurde Francos Anwalt vom "Hollywood Reporter" zitiert. Zwei frühere Schülerinnen von Francos Schauspielschule hatten den Hollywood-Star ("Milk", "Spider-Man") verklagt. Die beiden Frauen Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal reichten die Klage am Donnerstag vor Gericht in Los Angeles ein. Das geht aus der Klageschrift auf der Webseite ihrer Anwälte hervor.

Die Frauen werfen Franco und seinen Geschäftspartnern unter anderem Diskriminierung, sexuelle Nötigung, Einschüchterungen und falsche Versprechen vor. In Kursen hätten sie Schülerinnen etwa dazu gedrängt, nackt vorzusprechen. Die Schule hätte junge, unerfahrene Frauen beruflich und sexuell ausgenützt. Franco werde sich dagegen wehren und zudem Entschädigung für diese "verleumderische Klage" fordern, kündigte der Anwalt dazu an. Die Schauspielschule ist inzwischen geschlossen.

Bereits 2018 wurde James Franco sexuelle Belästigung vorgeworfen

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Tither-Kaplan war eine von fünf Frauen, die Franco bereits 2018 in einem Artikel in der "Los Angeles Times" sexuelle Belästigung vorwarfen. Der Schauspieler hatte damals die Vorwürfe in einem Interview in einer Talkshow zurückgewiesen. Sollte er etwas falsch gemacht haben, wolle er es aber wiedergutmachen, erklärte der Franco. Kurz zuvor war er bei der Golden-Globe-Verleihung - wie viele andere Stars auch - mit einem "Time's Up"-Anstecker erschienen, um Solidarität mit der #MeToo-Bewegung zu zeigen, die sexuelle Übergriffe anprangert.

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RND/dpa/hsc